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Außerdem

Wintercheck für Handtaschen

„Mit meiner Handtasche, könnte ich spontan das Land verlassen“, eine Aussage, die wohl auf viele Frauen zutrifft. In meiner Handtasche, von Kollegen auch liebevoll Reisekoffer genannt, sieht das ähnlich aus. Doch auch Handtaschen müssen winterfest gemacht werden – zumindest meine. Eine Generalüberholung, die jedes Jahr mehr oder weniger sorgfältig um diese Zeit stattfindet.

09.11.2015
  • Sara Vogt

Das Wetter wird rauer, also muss der Labello-Bestand überprüft werden. Die Handcreme, die ich im Sommer lieber meide, ist im Winter essenziell. Für kühle Morgenstunden und Schnupfnasen werden mehr Taschentücher als in den Sommermonaten eingepackt. Die Blasenpflaster-Box, ist schon seit einer Weile wieder in die kleine Hausapotheke gewandert. Zwei Pflaster müssen reichen, da Ballerinas und Sandalen schon im Schuhschrank gelandet sind.

Der Kalender, der Anfang des Jahres noch in schönem Babyblau gestrahlt hat, wird grauer. Jeden Morgen erinnert er daran, dass das Jahr 2016 vor der Tür steht und ein neuer gekauft werden muss. Das Sonnenbrillenetui bleibt noch ein Weilchen, solange die Sonne noch vom altweiberblauen Himmel strahlt.

An die Handschuhe traue ich mich noch nicht. Zwar hatte ich schon an vereinzelten Tagen mit dem Gedanken gespielt, sie einzupacken, doch liegen sie auf den Tischchen neben der Haustür – für alle Fälle griffbereit. Auch das kleine Wärmekissen ist schon lokalisiert, aber noch nicht eingepackt. Dafür bekommen die Kaugummis Gesellschaft von Hustenbonbons.

Aber wenn man schon mal dabei ist, kann man auch das Deo überprüfen, die kleine Haarbürste säubern, der Geldbeutel von überflüssigen Kassenzetteln befreien, die Kugelschreiber testen und wenn nötig ersetzen. Aus den Tiefen meiner Handtasche kamen beim Wintercheck nicht nur der schon lang abhanden geglaubten USB-Stick mit dem Löwen-Anhänger zum Vorschein, sondern auch meine Ohrstöpsel für Konzerte, die eigentlich in meiner Alltags-Handtasche nichts zu suchen haben, sondern in die Festival-Tasche gehören.

Angestachelt von der erfolgreichen Schatzsuche fasse ich nochmals hinein und beschließe alles neu zu ordnen: Die schwarzen Notfall-Kopfhörer für Zugfahrten und Waldspaziergänge sind entheddert, der grausame blutrote Lippenstift von der letzten Kostümparty wieder in die Fasnetskiste verbannt, der kleine Handspiegel von Staub befreit, Bonbon-Papierchen in den Müll geworfen, den kleinen runden Kieselstein vom letzten Neckar-Ufer-Abend in die Kiste mit Krimskrams gelegt, die Seitentasche gecheckt, das Tascheninnenfutter ausgeschüttelt, alles wieder sorgfältig eingeräumt, den Reißverschluss verschlossen und die Tasche an die Garderobe gestellt – Fertig. Aber eigentlich, wär’s auch mal wieder Zeit für eine neue Handtasche.

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09.11.2015, 12:00 Uhr

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