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2. Fußball-Bundesliga

Winterneuzugang Koné ist Dynamos Faustpfand im Abstiegskampf

Moussa Koné ist eine Investition, die sich schon jetzt bezahlt macht.

10.03.2018
  • dpa

Dresden. Egal ob die kolportierten 1,2 oder 2,1 Millionen Euro Ablösesumme - der Winterneuzugang aus Zürich ist für Dynamo Dresden bereits jetzt jeden Cent wert. Am Freitag avancierte der 21 Jahre alte Angreifer gegen den FC Heidenheim zum Matchwinner, erzielte beim 3:2-Erfolg alle drei Treffer der Sachsen und ist Dynamos Faustpfand im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga.

«Na ja, ich glaube er hat noch einen ausgelassen. Aber wir wollen mal ein Auge zudrücken», scherzte ein diesmal sichtlich entspannter Uwe Neuhaus nach der Partie im Presseraum. Auf genau dem Platz, wo der Dynamo-Coach noch eine Woche zuvor über die Leistung seiner Akteure wütete und Konsequenzen ankündigte. Mit Erfolg, denn diesmal bewiesen diese trotz deutlichem Leistungsabfall im zweiten Durchgang und zwei Ausgleichstreffern Mentalität - und siegten dank des dreifachen Torschützen Koné.

Sechsmal durfte der seit seiner Verpflichtung für die Elbestädter ran, markierte dabei fünf der letzten sieben Dresdner Tore und bereitete ein weiteres vor. Im Schnitt trifft der Senegalese alle 55 Minuten, profitiert dabei von seiner unglaublichen Schnelligkeit und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. «Für sein Alter macht er das schon ganz gut. Er ist ein guter Junge» scherzte der ebenfalls erst 21 Jahre alte Niklas Hauptmann, der den Wechselgerüchten zum FC Schalke 04 eine Absage erteilte: «Das habe ich aus der Zeitung erfahren, da ist nix dran. Damit habe ich mich auch gar nicht beschäftigt. Unabhängig davon, ob da etwas dran wäre oder nicht, habe ich zur Zeit nicht den Kopf, um mir über sowas Gedanken zu machen.»

Koné ist in den wenigen Wochen seit Anfang Februar schnell angekommen, wurde trotz seiner fehlenden Sprachkenntnisse sofort im Team integriert. Ein Fakt, den Neuhaus nicht wirklich wundert. Schließlich sei es noch nie ein Problem gewesen, Neuzugänge im Team zu integrieren. Auch hätte der Youngster mit seiner offenen und lebensfrohen Art alles dafür getan, um schnell aufgenommen zu werden. «Er ist ein wohlerzogener, korrekter Mensch», sagte der 58-Jährige.

Auch die Fans feiern den Senegalesen schon jetzt als «Fußballgott». Zwar freue sich der streng gläubige Moslem über den Zuspruch, gleichzeitig klärt er aber auch auf: «Aus Respekt vor dem Gott, an den ich glaube, wäre es nicht richtig, mich so zu nennen. Es gibt für mich nur einen Gott.»

Demütig verdeutlicht der Torjäger auch, dass er nicht allein Spiele gewinnen könne. Statt sich feiern zu lassen, hebt er lieber die Leistung seiner Mitspieler hervor, ohne die er keine Tore schießen können. «In der Mannschaft gibt es viele gute Talente, die auch tollen Fußball spielen können», erklärte der 21-Jährige. «Wir werden im Laufe der Zeit noch besser zusammenfinden und auch ich werde mich noch verbessern. Mein Potenzial habe ich noch nicht voll ausgeschöpft.»

In den Augen der Konkurrenz kann das wie eine Drohung klingen. Denn die kommenden Wochen versprechen weiterhin viel Spannung im Abstiegskampf. Acht Punkte trennen den Tabellen-Achten Dresden vom 17. Darmstadt. Auch Dynamos kommender Gegner FC Ingolstadt steckt als Elfter mittendrin im Abstiegsstrudel. Beide trennt nur ein Punkt. «Das wird noch einmal eine eklige und lange Phase, die uns begleitet, bis wir den Klassenerhalt gesichert haben. Das geht nur, wenn wir alle zusammenhalten», sagte Florian Ballas.

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10.03.2018, 08:54 Uhr | geändert: 11.03.2018, 10:50 Uhr

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