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Nach Rodelunfall querschnittgelähmt

Wintersport und Eisglätte führen zu zahlreichen Knochenbrüchen

Endlich wieder mal ein Winter, in dem es sich lohnt, den Schlitten aus dem Keller zu holen. Wintersport, Schnee und Glatteis brachten im Landkreis jedoch auch viele Stürze mit sich, wovon die Ärzte der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) zu berichten wissen.

03.02.2010
  • Angelika Bachmann

Tübingen. Besonders schlimm erwischte es Anfang Januar einen Wintersportler, der einen Schlittenhügel bei Rottenburg auf einem aufgeblasenen Gummi-Reifen hinunter düste. Er verlor die Kontrolle über sein Gefährt und knallte mit dem Rücken gegen einen Baum. Dabei zertrümmerte er sich Teile seiner Wirbelsäule unwiederbringlich. Der Mann ist jetzt querschnittgelähmt.

Allein im Januar mussten an der BG-Unfallklinik sieben bis acht Wirbelverletzungen und -brüche operiert werden, die sich Schlittenfahrer bei rasanten Pistenabfahrten zugezogen hatten, wie der Leitende Oberarzt Andreas Batke Auskunft gab. Ursache waren meist nicht etwa Stürze, sondern unsanfte Landungen, nachdem der Schlitten über Erdhügel hinweg geschanzt war.

Viele Brüche nach Sturz auf Glatteis

Bei den Patienten handelte es sich übrigens allesamt um Erwachsene. „Kinder sind da viel elastischer, fangen solche Belastungen besser ab“, so Batke. „Man unterschätzt die Kräfte, die beim Schlittenfahren wirken“, warnt Batke. Er rät zudem, sich am besten auf steuerbare Schlitten zu setzen, anstatt auf Rutschteller und Gummi-Reifen, deren Fahrtrichtung kaum zu kontrollieren ist. Zudem gelte auch beim Schlittenfahren der Grundsatz, den Sportmediziner auch (Hobby-)Skifahrern predigen: Trainingszustand und Belastung sollten im Gleichgewicht sein. Wer untrainiert ist, sollte es lieber etwas langsamer angehen lassen.

Schnee und Eisglätte bescheren der BG-Klinik zudem eine Fülle von Patienten, die auf Gehwegen und Straßen oder gar beim Räumen vor der eigenen Haustür gestürzt waren. Allein an diesem Wochenende wurden 13 Patienten mit typischen Sturzverletzungen in die Unfallklinik gebracht: mit Brüchen am Sprunggelenk, gebrochenen Unterarmen oder Schenkelhälsen.

Auch in den Wochen davor war die Zahl solcher Knochenbrüche ungewöhnlich hoch, gab Batke Auskunft. Zu spüren bekamen das auch Patienten, die für Wahleingriffe an der Unfallklinik angemeldet waren, weil etwa Platten oder Fixierungen mittlerweile verheilter Brüche entfernt werden sollten. Einige dieser nicht-akuten Operationen wurden in den vergangenen Tagen verschoben: um den OP frei zu haben für die ins Haus gebrachten Sturz-Patienten.

Wintersport und Eisglätte führen zu zahlreichen Knochenbrüchen
Manchmal gehen solche Schlitten-Stürze mit ein paar Prellungen ab. Mitunter können sie aber zu schwerwiegenden Verletzungen führen. Archivbild: Metz

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03.02.2010, 12:00 Uhr

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