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Fernsehen

„Wir geben Eltern ein gutes Gefühl“

Vor 20 Jahren haben ARD und ZDF den Kinderkanal „Kika“ auf Sendung geschickt. Ein Erfolgsmodell.

02.01.2017

Von DPA

Michael Stumpf (44) ist seit August 2013 Programmgeschäftsführer beim „Kika“. Foto: dpa

Erfurt. Der gemeinsame Kinderkanal von ARD und ZDF startete am 1. Januar 1997. Seither kann sich der „Kika“ trotz vermehrter Konkurrenz erfolgreich behaupten. Ein Gespräch mit Programm-Geschäftsführer Michael Stumpf.

Was ist zum 20. Geburtstag des Kinderkanals geplant?

Michael Stumpf: Mit uns haben im nächsten Jahr drei große Marken Jubiläum. Die 20. Staffel der Serie „Schloss Einstein“ startet ab 14. Februar und im Mai wird die 10. Staffel der Sendung „Die beste Klasse Deutschlands“ ausgestrahlt. Außerdem begeht im September die Quizshow „1, 2 oder 3“ ihr 40-jähriges Jubiläum. Das werden wir feiern. Zudem wollen wir uns im Jubiläumsjahr ein bisschen mehr in die Karten schauen lassen, Kindern und Erwachsenen einen Blick hinter die Kulissen gewähren.

Worauf können sich die Zuschauer freuen?

Wir haben im Geburtstagsjahr viele tolle Formate im Programm. So gibt es beispielsweise nächstes Jahr zu Weihnachten neue Folgen von „Beutolomäus“, dem einzig wahren Sack des Weihnachtsmanns. Außerdem zeigen wir die Neuverfilmung der Serie „Die lausige Hexe“ und auch „Nils Holgersson“ kommt in einem neuen, frischen Design als Serie auf den Bildschirm. Ab 5. März hat bei uns die Animationsserie „Insectibles“ ihre deutsche Fernsehpremiere. Sie erzählt die Geschichte eines Jungen und seines Großvaters, die geschrumpft werden und mit Insekten im Garten Abenteuer erleben. Darüber hinaus legen wir 2017 Schwerpunkte auf die Bundestagswahl und das Reformationsjubiläum.

Wie haben sich Markt und KiKa in den 20 Jahren entwickelt?

Trotz des digitalen Wandels ist Fernsehen damals wie heute Leitmedium bei Kindern. Der Markt ist allerdings ein ganz anderer als noch vor ein paar Jahren. Die Konkurrenz ist durch mehr Kindersender und Angebote im Netz wie Video on Demand, Games und Apps größer geworden. Und auch die Mediennutzungszeit ist eine ganz andere. Die Frage ist heute nicht mehr in erster Linie, wie viel Fernsehen Kinder schauen dürfen, sondern wie viele Apps sie nutzen dürfen und wie viel Smartphonezeit sie haben.

Wo sehen Sie die Stärken des ARD/ZDF-Kinderkanals?

In der Verlässlichkeit und Vielfalt, die wir anbieten. Unser Auftrag ist das Beraten, Bilden, Informieren und Unterhalten. Das decken wir in der ganzen Bandbreite ab. Wir geben den Eltern seit 20 Jahren ein gutes Gefühl, wenn sie sagen: „Mein Kind schaut Kika.“ Unsere Formate sind nah an der Lebenswelt der Kinder und werden zu einem großen Teil auch hier in Deutschland produziert. Wir haben eine gesunde Mischung aus Eigenproduktionen und Zukäufen und müssen anders als die Privaten keinen Werbekunden gefallen. dpa

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Erstellt:
2. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
2. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Januar 2017, 06:00 Uhr

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