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„Wir haben alle Register gezogen“
„Wir haben immer auch inhaltlich gedacht“: Werner Schretzmeier. Foto: privat
Festival

„Wir haben alle Register gezogen“

Werner Schretzmeier über die 30. Internationalen Jazztage im Theaterhaus Stuttgart.

04.04.2017
  • UDO EBERL

Stuttgart. Die Jazztage im Theaterhaus Stuttgart dauern erstmals sieben Tage und wagen vom 12. bis 18. April den Balanceakt zwischen Tradition und Erneuerung. Ein Gespräch mit Theaterhaus-Chef Werner Schretzmeier.

Wieso wurden die Jazztage erstmals auf sieben Tage ausgedehnt?

Werner Schretzmeier : Eine schöne Woche ziert ja bisweilen ein ganzes Jahr. Und für die 30. Ausgabe darf man sich schon ein wenig mehr Zeit gönnen. Wenn man das Festival wie ein Buch sieht, haben wir mit „Manhattan Transfer“ und Till Brönner zwei richtig dicke Buchdeckel. Dazwischen haben wir wunderbare und unterschiedlichste Seiten, die in den 30 Jahren die Jazztage programmatisch ausgemacht haben.

Aber auch solche Seiten, die in die Zukunft blicken lassen.

Uns interessiert eigentlich immer, was den Jazz ausmacht, besonders auch was neue Formen angeht. Mit Tanz und Poetry Slams haben wir da bereits Akzente gesetzt, mit einer Filmreihe wollen wir nun zeigen, dass Jazz sich nicht auf der Bühne einsperren lässt. Es gibt da bei der Vernetzung der Formen ein hohes Maß an Dynamik und Qualität. Mit dieser Sichtweise heben wir uns auch von anderen Festivals ab.

Zum Markenzeichen der Jazztage gehören aber auch konzeptionelle Konzertabende.

Wir haben gerade bei den Jazztagen immer auch inhaltlich und nicht nur rein konzertant gedacht. Diese speziellen Abende wie etwa die „Birthday Concerts“, der „Alpenjazz“-Abend oder die „Dutch Night“ haben uns immer ausgezeichnet. Wir wollen hier ausprobieren und mitgestalten. Allerdings gilt immer: Auch diese Projekte müssen sich über die Eintrittsgelder selbst tragen.

Auf welchen Abend sind Sie selbst denn besonders gespannt?

Die Brit Jazz Night mit dem „Soweto Kinch Trio“ und dem „Neil Cowley Trio“ ist etwas sehr Feines – sperrig, sehr dynamisch und doch so spannend, dass ganz neue Hörerschichten erreicht werden können. Sehr fein ist auch die Remstalsinfonie von Eberhard Budziat und Vincent Klink im Big-Band-Format. Klink ist ja längst auch ein deutschlandweit geschätzter Autor. Und dann haben wir noch die zweite Auflage der Dance/Jazz Fusion mit Tänzern, die am Stuttgarter Ballett derzeit Furore machen und hier zur Jazzmusik und unterstützt vom Choreografen Marco Goecke das sonst doch oftmals starre Tanz-Korsett sprengen können.

Viel drin also in den 30. Jazztagen.

Wir haben alle Register gezogen, und die Reaktion des potenziellen Publikums ist großartig. Im vergangenen Jahr hat sich das Festival über Eintrittsgelder und Sponsoring selbst getragen. Das war sensationell. Wenn Ostern in den April fällt, läuft der Vorverkauf traditionell etwas schleppender, denn sonnige Frühlingstage sind dann unsere größte Konkurrenz. Wir sind aber dennoch wieder sehr zuversichtlich. Udo Eberl

Info Mehr über das Programm und Tickets gibt's unter www.theaterhaus.com.

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04.04.2017, 06:00 Uhr

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