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RANDNOTIZ

Wir sind ganz anders

Dem Schwaben hat die Natur einen Standortnachteil beigegeben, den er auch mit größter Mühe nicht abschütteln und mit dem Werbespruch, er könne alles außer Hochdeutsch, nur clever übertünchen kann.

02.04.2016
  • HELMUT SCHNEIDER

Seine Sprachfärbung lässt eben nicht auf jene Weltläufigkeit schließen, derer er sich gerne rühmt - auch wenn Landesvater Winfried Kretschmann der schwäbischen Mundart gerade zu nicht geahntem Ansehen verhilft: weg vom Mitleid, das sie bislang auslöste, hin zur Bedeutungsschwere dessen, der auch was zu sagen hat und nicht nur redet.

Die Kehrwoche als Sinnbild von Biederkeit kriegt der Schwabe trotzdem nicht los, auch wenn die Bürgersteige in Stuttgart nicht halb so sauber gefegt sind wie in München. Bleibt noch die Sparsamkeit, bei der er im Weltranking nur noch von den Schotten übertrumpft wird an peinlicher Pfennigfuchserei.

Pfeifendeckel! Die anderen sind viel geiziger! Was wir immer ahnten, belegt jetzt einer, der mehr Milliarden auf dem Konto als Schuhe im Schrank hat: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad, 90 Jahre, kauft seine Klamotten auf dem Flohmarkt. Heidenei, das haut den stärksten Schwaben aus den selbstgestrickten Socken. Jetzt sollte es aber jeder wissen: Wir sind ganz anders und sagen es nur nicht - schon gar nicht Hochdeutsch.

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02.04.2016, 06:00 Uhr

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