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Konjunktur

Wirtschaft brummt weiter

Ökonomen erhöhen die Prognosen für das Wachstum in diesem Jahr – und warnen vor den Risiken.

22.03.2018

Von DIETER KELLER

Berlin. Die deutsche Wirtschaft wächst in diesem Jahr noch etwas stärker, als die Konjunkturforscher im Herbst erwartet hatten. 2019 wird es aber nicht mehr ganz so schnell weitergehen, weil der Fachkräftemangel und fehlende Kapazitäten bremsen. Dagegen sorgen die Pläne der neuen Regierung für zusätzliche Wachstumsimpulse. Darin sind sich die Wirtschaftsweisen und mehrere Forschungsinstitute einig, die am Mittwoch getrennt voneinander neue Prognosen vorlegten.

Am vorsichtigsten ist der Sachverständigenrat, besser bekannt als die fünf Wirtschaftsweisen: Sie rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 2,3 Prozent und im nächsten um 1,8 Prozent wächst. Für 2018 heben sie ihre Prognose um 0,1 Prozentpunkte an, weil die deutschen Exporte besser laufen als erwartet. Dagegen nehmen die Bauinvestitionen nicht ganz so stark zu.

Am optimistischsten für dieses Jahr ist das Münchner Ifo-Institut, das jetzt mit 2,6 Prozent Wachstum rechnet. 2019 sind 2,3 Prozent drin, gibt sich das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel besonders zuversichtlich. Als Grund nennt es die Pläne der neuen Regierung von der Senkung des Arbeitslosenbeitrags über die Erhöhung der Mütterrente bis zu diversen Förderprogrammen. Dadurch stehe den privaten Haushalten mehr Einkommen zur Verfügung.

„Deutschland steuert in die Endphase eines lang gezogenen Aufschwungs und driftet in die Hochkonjunktur“, schreibt das Ifo. Allerdings macht es in den meisten Wirtschaftszweigen Anzeichen für eine Überhitzung aus, weil zwar die Unternehmen mehr investieren, aber trotzdem ihre Kapazitäten nicht ausreichen.

Als größtes Konjunkturrisiko sehen die Forscher neben dem Brexit einen möglichen Handelskrieg mit den USA. Das könne den weltweiten Aufschwung schwer schädigen, befürchtet das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Dieter Keller

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Erstellt:
22. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. März 2018, 06:00 Uhr

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