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Wirtschaft wächst weiter
Auch der Welthandel könnte 2017 stark wachsen. Foto: dpa
Konjunktur

Wirtschaft wächst weiter

Schon im fünften Jahr hält der moderate Aufschwung an, und das dürfte auch 2018 so weitergehen.

13.04.2017
  • DIETER KELLER

Berlin. Lieber ein mäßiger, aber anhaltender Wirtschaftsaufschwung als ständige starke Schwankungen wie in der Vergangenheit – so kommentieren die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute die aktuelle Konjunkturentwicklung. In diesem Jahr dürfte das Wachstum 1,5 Prozent erreichen und 2018 auf 1,8 Prozent steigen, erwarten sie in ihrem Frühjahrsgutachten.

Damit sind sie noch etwas optimistischer als bei ihrer letzten Prognose im vergangenen Herbst. Grund für die kleine Delle 2017 sind die vielen Feiertage, unter anderem der Reformationstag, der im Jubiläumsjahr einmalig bundesweit frei ist.

Zur Stabilisierung trägt bei, dass der Aufschwung weiterhin von den steigenden Konsumausgaben der Bundesbürger getragen wird, die nicht so stark schwanken wie die Exporte. Die bessere Nachfrage weltweit sorgt zwar dafür, dass die Ausfuhren etwas an Tempo gewinnen. Aber schon die höheren Energiepreise lassen auch die Einfuhren wachsen.

Die gestiegenen Preise für Rohöl sowie für Lebensmittel sind der Hauptgrund dafür, dass die Inflation anzieht: Nach nur 0,5 Prozent im vergangenen Jahr rechnen die Institute 2017 mit 1,8 Prozent und 2018 mit 1,7 Prozent.

Das anhaltende Wirtschaftswachstum schlägt sich auch auf dem Arbeitsmarkt positiv nieder: Die Arbeitslosenquote dürfte in diesem Jahr auf 5,7 Prozent und im nächsten auf 5,4 Prozent sinken. Die Zahl der Beschäftigten erhöht sich noch stärker, unter anderem durch Flüchtlinge.

Der Handel gewinnt weltweit an Fahrt: In diesem Jahr dürfte er um 2,4 Prozent wachsen, fast doppelt so stark wie 2016, erwartet die Welthandelsorganisation WTO. Es wäre das erste Mal seit der Finanzkrise 2008, dass alle Weltregionen gleichermaßen zulegen. 2018 könnte es 2,1 bis 4 Prozent Wachstum geben. Allerdings warnte die WTO mit Blick auf die USA, die Unsicherheit über die künftige Handelspolitik der großen Wirtschaftsplayer berge erhebliche Risiken für den Welthandel. Dieter Keller (mit dpa)

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13.04.2017, 06:00 Uhr

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