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Horb·Fußball-Bezirksliga

Wittendorf siegt im Topspiel

Freudenstadt kann es auch auswärts furios. Herzogsweiler-Durrweiler dreht die Partie gegen Salzstetten spät. Felldorf/Bierlingen torlos gegen Gündringen.

19.04.2019

Von Milos Kuhn

Alieu Camara (links, Spvgg Freudenstadt) lässt den Empfinger Matthias Mock alt aussehen. Ulmer

TSF Dornhan – SV Wittendorf 0:2 (0:0). Die Begegnung zwischen Dornhan und Wittendorf hat den Titel „Spitzenduell“ wahrlich verdient. Von Beginn an nahm die Partie viel Fahrt auf, in der Anfangsphase überzeugten vor allem die Gastgeber mit schönen Spielzügen. „Wir haben unfassbar guten Fußball gespielt. Das war mit das Beste, was ich in dieser Saison gesehen habe“, so TSF-Abteilungsleiter Marcus Haug über Durchgang eins. Allerdings schaffte es Dornhan nicht, den Ball im Kasten unterzubringen. In Halbzeit zwei war dann der Spitzenreiter aus Wittendorf am Drücker. Die Romann/Jäkle-Elf zeigte, dass sie nicht zu unrecht dort oben steht und belohnte sich mit dem 1:0 durch Henry Seeger (68.). Nun warfen die TSF alles nach vorne – und liefen in der Schlussminute in einen Konter. Der kurz zuvor eingewechselte Nico Schillinger traf für den Ligaprimus (90.). „Die reifere Mannschaft hat gewonnen, das Ergebnis sieht aber klarer aus als das Spiel war“, konstatiert Haug. Die Niederlage war für Dornhan nicht die einzige schlechte Nachricht. Anfang der zweiten Hälfte (49.) verletzte sich der zuletzt stark aufspielende Jannik Siebert und fällt mit Knieproblemen vorerst aus. „Wir werden ihn schmerzlich vermissen und wünschen schnelle und vollständige Genesung“, so Haug.

SG Herzogsweiler-Durrweiler – SF Salzstetten 2:1 (0:0). In einem zähen Fußballspiel mit wilder Schlussphase ringt die SG Herzogsweiler-Durrweiler etwas glücklich die Sportfreunde aus Salzstetten nieder. In der ersten Hälfte passierte recht wenig, es gab kaum Torraumszenen. Diese hatten sich die beiden Mannschaften für die Schlussviertelstunde aufgehoben. Nachdem Uwe Huss die Gäste per Elfmeter in Führung brachte (76.), glich Dein Smajovic aus (85.) und drehte Augenblicke später das Spiel auf den Kopf (87.) - ebenfalls per Elfer. „Das war für uns ein Happy End, wir haben spielerisch nicht an Baiersbronn anknüpfen können und hätten mit einem Unentschieden leben können. Salzstetten hat das nicht schlecht gemacht“, so SG-Abteilungsleiter Johannes Leibold.

SG Empfingen – Spvgg Freudenstadt 2:4 (2:1). Freudenstadt scheint aktuell alles zu gelingen. Nach 0:2-Rückstand (14., 39.) kam die Spielvereinigung furios zurück. Noch vor dem Pausenpfiff erzielte Matthias Ade den Anschlusstreffer (40.), kurz nach Wiederanpfiff dann Luca Schmid den Ausgleichstreffer (49.). Nun hatten die Gäste das Heft in der Hand und erzielten die Führung, Torschütze war erneut Ade. Den Schlusspunkt setzte dann Marcel Waidelich, der mit seinem Tor zum 4:2 aus Freudenstädter Sicht alles klar machte (79.). Die Spielvereinigung kommt damit wieder in Reichweite der Aufstiegsränge.

SV Oberiflingen – SV Baiersbronn 1:3 (1:2). „Eigentlich hätte das Spiel 0:0 ausgehen sollen“, so Oberiflingens Sprecher Markus Lehmann. Allerdings zeigte Baiersbronn Effektivität pur: Mit drei Chancen erzielte die Truppe von Marvin Lutz drei Treffer (15., 30., 90.) und findet sich wie gewohnt im soliden Tabellenmittelfeld wieder. Der SV Oberiflingen hat nach zwei 3:0-Erfolgen in Serie nun erstmals wieder federn lassen. Es waren zu viele Fehler im Spielaufbau zu sehen, Torchancen kamen daher auch auf Seiten der Oberiflinger selten zustande. Bezeichnend, dass der zwischenzeitliche 1:2-Anschlusstreffer (39.) ein Eigentor war. Geändert hat sich dadurch jedoch nichts, noch immer sind es für die Schmid-Elf drei Punkte auf Empfingen und den Relegationsplatz.

TSG Wittershausen – SV Wachendorf 0:2 (0:0). Die TSG Wittershausen steckt bis zum Hals im Sumpf der unteren Tabellenregion. Durch die erneute Niederlage sind es schon acht Punkte, die die Savranlioglu-Elf aufholen muss, um auf einen Nichtabstiegsplatz zu gelangen. Beim 0:2 gegen Wachendorf offenbarte sich, warum die TSG so weit unten steht. Zwar war das Spiel ausgeglichen, doch mangelte es den Gastgebern an Genauigkeit, vor allem im Passspiel nach vorne unterliefen den Akteuren einige Fehler. Dazu kam, dass auch der Wille fehlte – nach dem Rückstand (51.) war kein Aufbäumen zu erkennen. Die logische Konsequenz: Das 2:0 für Wachendorf (80.). „Wachendorf hat das besser gemacht. Sie haben klüger gespielt und wir hatten zu wenig Biss“, so TSG-Sprecher Robin Kräutle.

SV Vollmaringen – SG Vöhringen 1:1 (1:1). Die Verletztenliste der Vöhringer wird immer länger. Hatte bereits vor der Partie die Hälfte der Stammgarde gefehlt, muss Coach Markus Bradtke für unbestimmte Zeit auf seinen Innenverteidiger Paul Sieg verzichten. Beim Remis gegen Vollmaringen verletzte sich Sieg und musste ausgewechselt werden (22.). Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 1:0 für die Gastgeber (15.), die eine herausragende Anfangsphase spielten. Dann aber ein „Geschenk Gottes“, so Bradtke, als sein Team wie aus dem sprichwörtlichen Nichts den Ausgleich durch Nick Heizmann erzielte (29.). Mit dem Zwischenstand ging es auch in die Halbzeitpause. In Durchgang zwei wog die Partie dann hin und her, doch schafften es beide Mannschaften nicht, das Runde ins Eckige zu befördern. „Das 1:1 geht in Ordnung, wobei Vollmaringen aufgrund der ersten Hälfte eigentlich einen Sieg verdient gehabt hätte“, gibt Bradtke zu.

SGM Felldorf/Bierlingen – SV Gündringen 0:0. „Ein sehr glücklicher Punktgewinn“, so SGM-Pressemann Albert Baur. Zum Matchwinner avancierte ausgerechnet Ersatztorwart Chris Kramer, der Mitte der ersten Hälfte für Matthias Schwind, der sich beim Abstoß verletzt hatte, eingewechselt wurde. Kramer entschärfte erst einige Gündringer Chancen und parierte dann einen Elfmeter kurz vor der Halbzeit (44.). Auch in Halbzeit zwei stand Kramer im Mittelpunkt. Da Felldorf offensiv wenig zu bieten hatte, spielte sich das Geschehen zumeist in der Hälfte der Gastgeber ab. So musste der Keeper noch einige Bälle halten, um seine Weiße Weste zu bewahren. Als er dann nach einem Gündringer Schuss schon geschlagen schien, rettete die Unterkante der Latte den Punktgewinn der Felldorfer (71.). „Gündringen war spielerisch die deutlich bessere Mannschaft. Sie hätten einen Sieg verdient gehabt“, so Baur.

TuS Ergenzingen – SG Hallwangen 3:1 (3:0). Drei folgenschwere Minuten kosten Hallwangen die Chance auf einen Punktgewinn. In einer auf dem Papier klaren Begegnung spielte der abgeschlagene Tabellenletzte vorerst gut mit, um sich dann jedoch kurz vor der Halbzeitpause selbst ein Bein zu stellen. Nach dem Führungstreffer von Sandro Mihic (40.) fiel die SGH in Schockstarre und musste durch Rafael Rees (42.) und Adrian Brose (44.) noch zwei weitere Gegentreffer hinnehmen. Zwar erzielte Dominik Rothfuß für die Gäste noch den Anschluss (54.), doch reichte dieser nicht, um gegen routinierte Ergenzinger noch etwas zu holen. „Wir hatten einige Ballverluste, haben aber die bessere Leistung gezeigt und verdient gewonnen“, so TuS-Sprecher Moritz Rees.

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Erstellt:
19. April 2019, 15:51 Uhr
Aktualisiert:
19. April 2019, 15:51 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. April 2019, 15:51 Uhr

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