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Wo die Murmeltiere aufwachen
Marlene Schuen vom Trio Ganes im Theaterhaus. Foto: Udo Eberl
Musik

Wo die Murmeltiere aufwachen

Das Trio Ganes entführt seine Fans in Stuttgart in die ladinische Sagenwelt und trägt dabei dick auf.

08.12.2016
  • UDO EBERL

Stuttgart. Bekannt wurden Ganes als die drei sympathischen Damen, die bei Hubert von Goiserns Donaureisen den Sound erst so richtig komplett machten, um später ihr ganz eigenes Trio-Ding aufzuziehen. Seitdem haben sie etliche Alben veröffentlicht und Wandel durchlebt. Nun kehren sie mit ihrem Werk „an cunta che“ gletschertief zu ihren alpinen Wurzeln zurück. „Man erzählt, dass . . .“, so die Übersetzung des Titels, führt mitten in die Welt der Dolomiten-Sagen. Allerdings haben sich Ganes auf Platte wie auch live für eine sehr moderne Umsetzung dieser ewigen Geschichten von Fanes, Ganes und rätselhaften Murmeltieren entschieden.

Was sie allerdings geritten hatte, die teils ganz wunderbare, bisweilen etwas zu epische und arrangementverliebte Musik mit einführenden Worten eines Sprechers aus dem Off zu verknüpfen, das durfte man sich im Stuttgarter Theaterhaus schon fragen. War das die erste Stufe von „Dolomiti on Ice“ oder des Pop-Musicals „Der Herr der Drei Zinnen“? Da wurde etwas übergeigt.

Sie lieben es mächtig und luftig, die Violinen leuchten in der perfekten Zweistimmigkeit der Schuen-Schwestern, die Dreistimmigkeit, in die Maria Moling miteinsteigt, ist sowieso grandios. Letztere ist eine Powerfrau, die sich hier zwar nicht so wild ausleben kann wie bei ihrem Duo Me & Marie, aber als stehende Trommlerin, an den Gitarren und einmal auch an den Tasten wichtige Akzente setzt und den Puls in die Songs bringt.

Ihre Piano-Ballade ist so etwas wie der geerdete Höhepunkt eines Programms, das bisweilen zu viel will. Allein die meist grauseligen, bisweilen auch romantischen Sagen waren wohl im Studio ein Zündstoff, der für schier unzähmbare und überbordende Emotionen sorgte. Und mit dem finalen Girlie-Kracher „Bang Bang“, Party pur, waren auch die letzten Murmeltiere aufgewacht. Udo Eberl

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08.12.2016, 06:00 Uhr

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