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Für Ohren und Augen: Konzert des Jugend-Percussion-Ensembles

Wo die Paukenfelle leuchten

Schüsseln, Kübel und Töpfe kamen bei der Uraufführung am Donnerstag zum Einsatz. Phosphoreszierende Instrumente und Pantomime im Dunkel der Bühne bildeten den Höhepunkt.

04.08.2012

Tübingen. Mehrere Marimbas, Vibraphone, Becken, Pauken und schier zahllose kleinere Percussion-Instrumente füllten am Donnerstagabend die Bühne der Tübinger Musikschul-Aula. Das rasante „Pole Position“ (Eckhard Kopetzki, 2001) für vier Kleine Trommeln eröffnete den Konzertabend des „Jugend-Percussion-Ensembles Baden-Württemberg“.

Es ist das jüngste von zehn Ensembles, die vom Landesmusikrat getragen werden. Walter Stegmaier, der die Abteilung Percussion in der Tübinger Musikschule leitet, hat es vor elf Jahren gegründet. Mindestens einmal im Jahr treffen sich die jungen Schlagzeuger in den Ferien, um eine Woche lang intensiv zu proben. Das Ergebnis präsentierten die 16 jungen Männer in einem beeindruckenden Konzert. In dessen Mittelpunkt standen zeitgenössische Werke, darunter auch Percussion-Klassiker wie „Gainsborough“ von Thomas Gauger sowie aktuelle Bearbeitungen von bekannten Stücken wie Auszüge aus Bizets „Carmen“ oder auch ein Piazzolla-Tango.

Die Uraufführung des Werks „Multibin Union“ von Leander Kaiser bildete einen von mehreren Höhepunkten an diesem Abend. Vor der Bühne waren auf einem separaten Podest fünf Kübel sowie je zwei Kochtöpfe und Küchenschüsseln aufgebaut. Der Komponist selbst demonstrierte vorab, welche unterschiedlichen Klänge diesen simplen Instrumenten zu entlocken sind – je nachdem, welche Stelle des Gefäßes der Schlägel trifft.

Nicht zuletzt lobte Kaiser die „sehr erfreulichen Leistungen des Ensembles“ bei der Erarbeitung seines Stückes. Auch die Idee, im Dunkeln leuchtende Drumsticks zu benutzen, sei während der einwöchigen Probephase entstanden. Auf starke visuelle Effekte setzten die jungen Musiker auch bei Mark Fords „Heads Up!“. Der Komponist hat die Bewegungen der Musiker auf der Bühne exakt vorgeschrieben. Doch auf der fast dunklen Bühne ergaben die fünf großen phosphoreszierenden Paukenfelle noch stärkere Effekte.

Mit der Zugabe „Sitzgruppe“ (Leander Kaiser), bei der Zeitschriften und Stühle zu Instrumenten wurden, sorgte das Ensemble für noch mehr Begeisterung. Das Publikum dankte seinerseits mit Bodypercussion: mit frenetischem Händeklatschen und begeistertem Füßestampfen.del

Wo die Paukenfelle leuchten
Hier nur zu viert, aber hoch konzentriert: das Jugend-Percussion-Ensemble. Bild: JPE

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04.08.2012, 12:00 Uhr

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