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Die Mensa ist jetzt schon überbelegt

Wo sollen die zusätzlichen Studenten essen und wohnen?

Mehr Studienplätze wurden in Vorbereitung auf den doppelten Abiturjahrgang im Herbst geschaffen. Zusätzliche Mensaplätze und Wohnheime gibt es aber nicht.

13.06.2012

Tübingen. Die Mensa Wilhelmstraße ist bereits jetzt an der Grenze der Kapazität. Dort zwischen 12 und 13 Uhr einen Platz zu finden, ist Glückssache. 900 Sitzplätze gibt es in der Mensa Wilhelmstraße. Jeder Stuhl wird Mittags an Spitzentagen vier Mal belegt. Da wird Mittagessen zur Akkordarbeit.

Schon seit einiger Zeit stagnieren die Essenszahlen in der Wilhelmstraße. „Es ist zu voll“, sagt Studentenwerks-Chef Oliver Schill. Und daran werde man so schnell auch nichts ändern können. Selbst wenn man noch einige zusätzliche Tische und Stühle reinquetscht, löst das nicht das Problem, dass die Tal-Universität eine größere Kapazität bräuchte.

Nun wird zwar seit Jahren über einen Mensa-Neubau oder eine Sanierung diskutiert. Doch egal, welche Lösung es geben wird: Für den jetzt erwarteten Anstieg der Studentenzahlen bringt das keine Abhilfe.

Keine Verlängerungen mehr im Wohnheim

Auf der Morgenstelle dagegen ist das Studentenwerk gewappnet: Dort wurde die Mensa in den vergangenen Jahren generalsaniert. Und bis zum Herbst soll auch die Cafeteria umgestaltet sein.

Problematisch wird wohl auch die Lage auf dem Wohnungsmarkt. Schon im vergangenen Herbst, als die Studentenzahlen auf den eigentlich erst für dieses Jahr vorhergesagten Stand von knapp 26 000 anstieg, wurde der Raum am privaten Wohnungsmarkt zunehmend knapper. Die Situation wird in diesem Herbst nicht besser sein.

Eine Ausbauplanung für Wohnheime gab es in Tübingen im Vorfeld aber nicht. 3700 Wohnheimplätze gibt es in der Stadt. Man habe darauf geachtet, dass alle Sanierungen vor dem Herbst abgeschlossen seien, sodass die volle Kapazität an Zimmern zur Verfügung stehe, sagt Schill. Zudem: Tübingen sei für das Studentenwerk, das ja auch für die Hochschulen unter anderem in Hohenheim, Reutlingen oder Sigmaringen zuständig ist, beim Wohnheimbau nicht das größte Problem. Die Studentenzahlen in Reutlingen oder Hohenheim hätten noch deutlich höhere Wachstumsquoten.

Um mehr Wohnheimplätze für die neu nach Tübingen kommenden Erstsemester frei zu haben, hat das Studentenwerk bereits seit vergangenem Sommersemester keine Mietverträge über die im Normalfall zugesicherten drei Jahre hinaus verlängert. Für alle Mieter des Studentenwerks heißt es deshalb jetzt: Sie müssen sich nach drei Jahren ebenfalls auf dem privaten Wohnungsmarkt umschauen.

Der Bau eines neuen Studentenwohnheims sei auch in Zukunft nicht geplant. Denn Tübingen sei bei der Wohnheimquote deutlich über dem Landesdurchschnitt. Überlegungen gebe es aber, ein Gästehaus in Betrieb zu nehmen – etwa für Doktoranden und Teilnehmer von Sommerkursen. Bei der zunehmenden Internationalisierung der Universität und den vielen Austauschprogrammen gebe es dafür steigenden Bedarf. an

Wo sollen die zusätzlichen Studenten essen und wohnen?
Gibt‘s noch irgendwo einen freien Platz? Über die Mittagszeit wird jeder Stuhl in der Mensa Wilhelmstraße vier Mal belegt. Archivbild: Sommer

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13.06.2012, 12:00 Uhr

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