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Ein Krimifestival für Tübingen

Wo waren Sie gestern zur Tatzeit?

Felix Schmidt, Kulturnacht-Organisator, will Tübingen 2020 ein Krimifestival bescheren.

17.01.2019

Von pme

Felix Schmidt / Archivbild: Ulrich Metz

Noch ein Festival? Ja, noch ein Festival für Tübingen. Aber, räumt Kulturnachtsmacher Felix Schmidt gleich ein, es wird den mit Festivals reich bestückten Tübinger Sommer und die Ohren der Anwohner nicht belasten. Denn es soll gegen Jahresende stattfinden, wird auch nicht laut sein. Geplant ist es erstmals für 2020.

Das Thema wird ziehen. Dazu muss man nur das Fernsehprogramm aufschlagen. Oder gucken, welche Bücher mit
Besprechungswunsch den Redaktionen so ins Haus flattern. Krimis! Spätestens bei der vorletzten Poetikdozentur wurde das Genre auch an der Universität hoffähig.

Felix Schmidt, inzwischen in Hamburg lebend, Vater werdend, aber mit steter Verbindung nach Tübingen und auch schon mit den Plänen zur nächsten Kulturnacht befasst, ist derzeit mit so etwas wie dem Hochseepilotprojekt dazu beschäftigt, sein erstes von der Idee bis zur Durchführung selbst organisiertes, eigenes Festival. Als Sohn des Kapitäns der Cap Anamur wundert es einen nicht, wo es spielt: Auf dem Nordatlantik.

Es spielt auf einer Fähre zwischen Island und den Faröer Inseln, sommers knallvoll mit Touristen, winters verlieren sich da nur ein paar LKW-Fahrer, die den Fisch von Dänemark nach Island bringen. Vom 2. bis zum 9. November diesen Jahres kann man dort nun das Krimi-Festival buchen, während man von Island über die Faröer Inseln nach Dänemark schippert. Es gibt Lesungen. Whisky-Verkostungen. Filme. Krimi-Schreibseminare. Musik. Erfahrungsberichte eines ehemaligen Kripobeamten.

All das ist auch für Tübingen ins Auge gefasst. Aus der Region werden der ehemalige Leiter der LTT-Kinder-und Jugendsparte, Michael Miensopust, und die Krimiautorin Sybille Baecker dabei sein. Außerdem Ex-LTTler Michael Ruchter. Als Zugpferde soll es ein, zwei prominente Krimiautoren geben, vermutlich aus Skandinavien. Der Osianderschen Buchhandlung hat Schmidt seine Festivalidee schon unterbreitet und stieß dabei auf offene Ohren.

Auf der MS Norönna bucht man sich für sieben Tage ein und zahlt dafür inclusive Frühstück und Abendessen etwas über 1000 Euro, je nach Kabine. Da Tübingen kein Schiff ist, wird das Festival hier weniger luxuriös, dafür stationär und an verschiedenen Orten ablaufen. Einer davon könnte der Gerichtssaal sein. Würde sich der Karzer nicht auch gut machen? Mit einer Wasserleiche könnte der Neckar oder der Anlagensee ins Spiel kommen. Zwar noch kein Atlantik. Aber immerhin.

Wer etwas zum Festival beitragen möchte, kann sich unter autorschmidt@gmail.com melden.

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Erstellt:
17. Januar 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
17. Januar 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2019, 01:00 Uhr

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