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Sportliche Herausforderung

Wolfenhausener Labyrinth trotz Anschlags mit Unkraut-Ex schwer zu knacken

Mit Unkrautvernichtern haben Unbekannte schon in diesem Frühjahr einen Anschlag aufs Wolfenhausener Maislabyrinth verübt. Kahle Stellen am Rand des Feldes an der Kreisstraße 6939 zeugen noch davon. Mit Nachpflanzungen konnte Landwirt Manfred Maier die gröbsten Schäden ausbessern.

13.08.2014
  • Werner Bauknecht

Wolfenhausen. Über einen staubigen Landwirtschaftsweg fährt man hinter Seebronn nach links wogendem Grün entgegen. Unübersehbar der Stahlgerüstturm inmitten des Feldes. Eine freie Parkfläche, ein Platz mit Strohballen, auf dem Kinder toben. Daneben eine Rundbahn für Tretautos, Biertische und Bänke neben einem Stand mit Getränken und allerhand zu essen.

Unbekannte haben in der Anlage Pflanzenschutzmitteln ausgeschüttet. Kahle Flächen, vor allem am Rand des Labyrinths, zeugen noch immer davon. Labyrinth-Chef Manfred Maier hat mit seinen Kollegen versucht, die lichten Flecken auszubessern. Viele Arbeitsstunden hat es sie gekostet, neue Pflanzen zu setzen und regelmäßig zu bewässern. Ideen, wer im Frühjahr den giftigen Anschlag verübt haben könnte, gibt es nicht. Inzwischen wird das Feld außerhalb der Öffnungszeiten überwacht. „Traurig, dass das nötig ist“, sagte ein Besucher, ehe er das Feld mit der Familie betrat.

Wickie, Asterix und Obelix, Tim und Struppi

Man glaube aber nicht, dass das Auffinden der vier im Feld verborgenen Stationen aufgrund der ausgelichteten Stellen einfacher sei. Dieses Jahr sind Comic-Figuren Motive. Aus der Luft kann man Wickie, Asterix und Obelix, Tim und Struppi erkennen. Zur besseren Orientierung lässt sich am Eingang in die „grüne Hölle“ eine Postkarte mit den eingezeichneten Wegen kaufen. Nun muss man die Wege theoretisch nur noch à la carte abgehen, um die vier Stationen zu finden. Zum Beweis gibt es dort jeweils einen Stempel.

Zum Glück gibt es in der Mitte einen Aussichtsturm, den man ansteuern kann. Sich von dort einen Überblick zu verschaffen ist angenehm, doch das Wirrwarr der Schleichwege durchblickt man dadurch keineswegs besser.

„Alles sieht immer gleich aus“, mault ein Elfjähriger. „Da findet man nie eine Station.“ Irgendwie landet man immer in einer Sackgasse. Nach einer Stunde noch immer kein Stempel. Im Vorbeigehen sieht man manchmal auf den Karten der anderen blaue oder grüne Farbtupfer. Wie die bloß die Stationen entdeckt haben?

Zwei etwa zehnjährige Mädchen fragen nach dem grünen Stempel. Kopfschütteln, keine Ahnung, wo der zu finden ist. Stolz zeigen die beiden Mädchen ihre bereits erworbenen drei Stempel. „Fehlt bloß noch einer. Und bei euch?“ Da bleibt einem bloß Schulterzucken.

Inmitten der grünen Hölle schuf der Landschaftsarchitekt Ruheinseln, schön bepflanzte Fleckchen mit Sitzbänken. Sie laden ein, Kraft zu schöpfen. Mit einem Koordinatensystems legte er die Motive bereits beim Einsäen an. In den vergangenen Jahren gab es zum Beispiel die Olympiade als Motiv, London, den Wilden Westen oder einen Zoo mit vielen Tieren.

Die schwüle Hitze fordert ihren Tribut. Also zum letzten Mittel gegriffen: Jeder entgegenkommende Besucher wird nach dem richtigen Weg gefragt. Reaktionen: Ausnahmslos freundliche und hilfsbereite Auskünfte.

Wo kann man fürs Labyrinth trainieren

Nach beinahe zweieinhalb Stunden ist es geschafft. Mit vollgestempelter Karte geht es zum Ausgang. Unterwegs noch schnell drei Jungs einen Tipp für die blaue Station gegeben, dann landet die ausgefüllte Teilnahmekarte im Lostopf. Am 14. September gibt es eine große Verlosung mit schönen Preisen. Nächstes Jahr kommen wir bestimmt wieder. Aber wo, um Himmels Willen, kann man eigentlich fürs Maislabyrinth trainieren?

Wolfenhausener Labyrinth trotz Anschlags mit Unkraut-Ex schwer zu knacken
Das Labyrinth lichtet sich. Doch das Feld in Wolfenhausen hat es in sich: Die vier Stationen sind nur mit ausgeprägtem Orientierungssinn zu finden. Bild: Bauknecht

Das Maislabyrinth Wolfenhausen liegt an der Kreisstraße 6939 von Seebronn nach Ergenzingen. Es ist ausgeschildert.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 13 bis 19 Uhr, Samstag von 10.30 bis 23 Uhr sowie Sonntag von 10.30 bis 19 Uhr (bis Ende Oktober).

Rund 30 000 Quadratmeter groß ist das Maislabyrinth, zirka drei Kilometer lang sind die Gänge. Samstags auf Wunsch Fackelbegehung. Örtliche Vereine sorgen am Wochenende für Bewirtung. Das Maislabyrinth hat bei jedem Wetter offen und ist auch bei Regen begehbar.

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13.08.2014, 12:00 Uhr

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