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Mittelfinger versorgt Bänder

Wolfgang Feil referierte im Medico-Center zum Thema „Stoffwechseloffensive“

Zwischen Rindersteak und Bockwurst wähle das Makrelenfilet. Ratschläge wie dieser proklamierte Ernährungswissenschaftler Wolfgang Feil zuhauf – Fitnesswirkung inklusive. Unter „Stoffwechseloffensive“ rief der Sport- und Ernährungswissenschaftler ins Medico-Center, um Ausritte in neueste Diätforschungen zu unternehmen.

11.05.2011

Von Yvonne Arras

Empfingen. Eine Art, hartnäckig haftende Schwimmringe zu Leibe zu rücken, versinnbildlichen Daumen, Zeige-, Ring-, Mittel- und der kleine Finger. Nur fünf Finger braucht laut Feil, wer vom Hobbysportler zum Paradeathleten aufsteigen will. Die Formel des Sport-Doktors ist denkbar einfach: Im System „Hand? steht jeder Finger für einen Bereich im Trainings-Leistungs-Verhältnis. Der Daumen steht für „High-Intensiv-Training?, der Zeigefinger für „durchdachte Basisernährung?, Sehnen, Gelenke und Bänder versorgt derweil der Mittelfinger, der Ringfinger sorgt für die Extraportion Leistung, während der kleine Finger zur Regeneration verhilft.

Das „High-Intensive-Intervall-Training? (HIIT) lässt sich durch seine 30-minütigen Einheiten auf beliebige Sportarten anwenden und eignet sich ebenso zur Regeneration nach dem Sport. Andere Möglichkeiten sich nach einer Jogging-Tour beispielsweise schneller zu erholen, sieht der Sport-Wissenschaftler in Kräftigungsübungen unter anderem für den Oberkörper. Auf diese Weise werden „Reize anderswo produziert? erklärte Wolfgang Feil, weil der Schmerz bei Muskelkater zum Beispiel auf andere Körperteile gelenkt werde.

Der Mittelfinger ist laut Feil mit Empfehlungen zur „Basisernährung? Dreh- und Angelpunkt seiner Hand?-Methodik. „Stark? sollte diese sein und bestenfalls Chili im Dutzend vertilgend. Keine Spur von innerlichem Verriss der Gedärme angesichts der winzig roten Scharfmacher, sondern Vorsicht gebot Facharzt Feil lediglich vor des Pfeffers Schärfe. Chili hingegen sei harmlos, ebenso wie Zwiebel den Magen putzen und Schokolade auch als Brotersatz tauge.

Das Urnahrungsmittel Brot, verkündete Feil, gelte in der modern-ausgeklügelten Joggingkost überhaupt als längst überholt. Er riet zur Abstinenz kohlenhydratreicher Abendessen. „Lieber Eiweiß zu später Stunde als deftige Nudeln mit Soße?, klang wie ein Appell zum Kampf des Mittelfingers für Sehnen und Bänder. Zu wahren Sportskanonen steigt obendrein auf, wer einen Esslöffel Leinöl zum Nachtisch einnimmt oder das Öl aufs Quarkbrot träufelt und einen Salat dazu genießt.

Quark, das lehrte Doktor Feil, diene als Eiweißlieferant, welches beim Wettkampfe für nötigen Energienachschub sorgt. Damit sich Muskeln und Bänder anschließend erholen können, rät der Diät-Profi zu Bananen und anderen Magnesiumträgern, die dem Wadenkrampf den Kampf ansagen.

Sein eigenes Konzept stand derweil im Vordergrund lebhaft gut gemeinter Tipps und Kniffe, die dem Winterspeck endgültig den Garaus machen. Mit seiner „Lauf-Diät? pilgert Doktor Feil quer durchs Land, stets bemüht Dörflern und Städtlern wahlweise Ingwer im Ganzen oder scheibchenweise im Tee schmackhaft zu machen.

Jeder Mensch fühle sich erst dann wohl, erklärte der Ernährungsexperte, wenn Körper und Geist im Einklang seien. Eine neue Erkenntnis sucht hier vergebens, wer nach Innovationen auf dem Weg zu weniger Gewicht fahndet. Einleuchtend klingen die Ratschläge Feils, weil ihre Wirkung Spitzensportler bestätigen.

Wolfgang Feil ist nicht nur Ernährungsberater bei den Nationalmannschaften Handball, Ultra-Marathon und Beach-Volleyball, sondern auch bei den Fußball-Bundesligisten Hoffenheim und Mainz, der Volleyballmannschaft Rottenburg, und den Handballern Hamburg, Rhein-Neckarlöwen und Lemgo.

Ernährungswissenschaftler Wolfgang Feil während seines Vortrages. Bild: ya

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Erstellt:
11. Mai 2011, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
11. Mai 2011, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Mai 2011, 12:00 Uhr

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