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Wolfgang Schäuble hört Matthäus-Passion in der kalten Kirche
Der damalige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Foto: Maurizio Gambarini/Archiv dpa
Offenburg

Wolfgang Schäuble hört Matthäus-Passion in der kalten Kirche

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (75) hört in den Tagen vor Ostern gern die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach - in einer kalten Kirche.

27.03.2018
  • dpa

Offenburg. Am liebsten mache er das im Freiburger Münster, sagte der im badischen Offenburg lebende CDU-Politiker der Wochenzeitung «Die Zeit» (Donnerstag). Die Matthäus-Passion packe ihn zweieinhalb Stunden lang. «Danach ist man ergriffen, aber auch erschöpft. So soll es sein.»

In seinen Passionen zeige Bach, wie der Mensch sei. «Der Mensch lügt, er verrät, er manipuliert, lässt sich manipulieren», sagte Schäuble. «Die ganze Politikgeschichte wird in den Passionen mit verhandelt.»

Nach dem Attentat auf ihn habe er im Krankenhaus Musik gehört. «Wenn Sie als Frischverletzter regungslos auf dem Rücken liegen und eine lange und wache Nacht hinter sich haben, dann ist Musik am Morgen ein Segen», sagte Schäuble. Seit den Schüssen eines geistig verwirrten Mannes auf ihn im Oktober 1990 sitzt der Politiker im Rollstuhl.

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27.03.2018, 13:14 Uhr | geändert: 27.03.2018, 12:50 Uhr

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