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Würdevoller Schlusspunkt mit Händels „Largo“ in Sankt-Georg
Geistreich, besinnlich, würdevoll und lebendig war das gut besuchte Kirchenkonzert des Empfinger Musikvereins am Sonntag in der Sankt-Georg-Kirche unter der Leitung des Dirigenten Uwe Wagner. Der Erlös kommt der Kirchturmrenovierung zugute. Bild: emi
Musik gegen Sorgen

Würdevoller Schlusspunkt mit Händels „Largo“ in Sankt-Georg

Beim Kirchenkonzert in Sankt-Georg stellte die Musikkapelle auf beeindruckende Weise mit geistlicher Literatur und Musik aus der Neuzeit ihr Können unter Beweis und begeisterte das Publikum.

26.04.2016
  • Emil Henger

Empfingen.„Lehnen sie sich zurück und vergessen sie die Sorgen des Alltags“ forderte der Vorsitzende des Musikvereins, Hartwig Molitor, am späten Sonntagnachmittag die Zuhörer auf. Das gelang dem aufmerksamen Publikum in der Sankt-Georg-Kirche während des fast eineinhalbstündigen Konzerts mit geistlicher Literatur, dem Orgelspiel von Helene Reich und Musik aus der neueren Zeit vortrefflich. Die Gesamtleitung hatte der Dirigent Uwe Wagner.

Mit der „Deutschen Messe“, einem geistlichen Musikwerk von Franz Schubert, wurde das Konzert eröffnet. Vielen Zuhörern dürften der Vortrag in acht Teilen, geprägt von ständigen Takt- und Tonartwechsel, bekannt vorgekommen sein, denn die populäre „Deutsche Messe“ ist im Gebets- und Gesangbuch „Gotteslob“ enthalten. „Jesus berühre mich“ hieß das nächste Stück, diesmal mit Harald Walter am Dirigentenstab. Der Vize-Dirigent hatte das Stück in Eigenregie mit dem Orchester einstudiert. Bei „Spiritual Moments“ durften die Zuhörer schon mal mitsummen, wenigstens im Geiste. Denn das Publikum war während des Konzerts mucksmäuschenstill, außer beim Kirchenlied des amerikanischen christlichen Liedermachers, Komponisten und Musikers Kurt Kaiser. Dafür war im Konzertheftchen extra der Text zum Mitsingen aufgeführt.

Händels „Largo“ ausder Oper Xerxes setzt Schlusspunkt

Nach „Jesu, Joy of man‘s desiring“ von Johann Sebastian Bach wagte sich das Orchester mit Bravour an die berühmte Orgel-Sinfonie von Camille Saint-Saëns „Finale from Symphony Nr. 3“. Den Hauptpart steuerte diesmal die Organistin Helene Reich bei. Für das Orchester war das für Streichorchester geschriebene Stück eine absolute Herausforderung, ständig mussten die Register Kurzeinsätze meistern. Uwe Wagner legte großen körperlichen Einsatz an den Tag. Schließlich führte sein Dirigentenstab das Orchester im Altarraum der Kirche und die Organistin im Rücken des Dirigenten hoch droben im Chorraum durch eine der bekanntesten und meist aufgeführten Kompositionen von Saint-Saëns. Durch die Intonation in der mit hervorragender Akustik ausgestatteten Sankt-Georg-Kirche, erhielt der Vortrag eine besondere Note.

Die besinnlichen Worte von Kaplan Martin Metzler handelten von der Wüstenakazie. Das Gewächs wurzelt bis 80 Meter in die Tiefe, um ans Wasser zu gelangen. „Pflanzen siedeln sich an, Menschen kommen, es entsteht eine Oase“, sagte der Kaplan und wies auf Jesus hin: „Wer von ihm seinen Lebensraum bezieht, der wächst.“

Nach dem modernen Musikstück „I do it for you“ von Bryan Adams meisterte die Organistin Helene Reich das Solostück „Toccata“, ehe das Orchester das bekannte Musical von Andrew Lloyd Webber, „Jesus Christ Superstar“, zu Gehör brachte.

Mit dem berühmten „Largo“ aus der Oper „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel setze das Orchester einen würdevollen Schlusspunkt unter das Konzert im Gotteshaus. Natürlich erklatschte sich das begeisterte Publikum eine Zugabe, die es mit „My secret Lovesong“ mit einem Solo des Flügelhornisten Achim Gfrörer prompt erhielt. Auch Uwe Wagner spendete seinen Musikern und der Organistin Helene Reich kräftig Beifall.

Allen Akteuren bescheinigte der musikalische Leiter einen „gigantischen“ Probenbesuch. Kaplan Martin Metzler dankte für ein „wunderschönes Konzert“ zur Ehre Gottes, das sogar am Namenstag des Landespatrons Württemberg, dem Heiligen Fidelis, stattfand. Die freiwilligen Spenden kamen der Kirchturmrenovierung zugute.

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26.04.2016, 01:00 Uhr

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