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Wüstenrot&Württembergische mit schwächerem Bauspargeschäft
Logo der Wuestenrot & Wuerttembergische Gruppe. Photo: MARIJAN MURAT/Archiv Foto: Marijan Murat dpa/lsw
Stuttgart

Wüstenrot&Württembergische mit schwächerem Bauspargeschäft

Die Nachfrage nach Bausparverträgen des Finanzkonzerns Wüstenrot & Württembergische (W&W) ist in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen.

11.11.2016
  • dpa/lsw

Stuttgart. Nachdem im ersten Halbjahr noch ein Plus von 4,8 Prozent zu Buche stand, wuchs das Brutto-Neugeschäft in den ersten neun Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum lediglich um 1,2 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag in Stuttgart mitteilte. Das Brutto-Neugeschäft schließt die Verträge, die unterzeichnet wurden, wo aber noch keine Guthaben eingezahlt wurden. Grund für die Abschwächung Tarifumstellungen im Vorjahr, die damals branchenweit zu einer Art Schlussverkauf geführt hätten, sagte ein Sprecher.

Das Baufinanzierungsgeschäft ging unter anderem wegen der umstrittenen Wohnimmobilienkreditrichtlinie von 4,3 auf 4 Milliarden Euro zurück. Die seit März geltende Verschärfung der Vorschriften für Kreditvergabe wird politisch diskutiert. Baden-Württemberg, Hessen und Bayern machten sich im Bundesrat für eine Änderung stark. Sie argumentieren, die neue Wohnimmobilienkreditrichtlinie erschwere insbesondere für junge Familien und Rentner die Finanzierung von Bauvorhaben.

Im Versicherungsgeschäft stiegen die Bruttobeiträge einstellig. Die Frühjahrsstürme «Elvira», «Friederike» und «Neele» sorgten für eine Erhöhung der Elementarschäden um 14 Millionen Euro auf knapp 74 Millionen Euro. Dabei gingen die Versicherungsleistungen in der Schaden- und Unfallversicherung zurück.

Der Konzernüberschuss lag mit 180 Millionen Euro unter dem Wert von 202 Millionen Euro im Vorjahr - damals hatten sich steuerliche Sondereffekte positiv aufgewirkt. Das Ziel von mehr als 220 Millionen Euro Gewinn im gesamten Jahr sieht der Konzern daher erreichbar - vorausgesetzt, außergewöhnliche Belastungen blieben aus.

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11.11.2016, 13:53 Uhr | geändert: 11.11.2016, 12:51 Uhr

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