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Motorsound und Partysongs

Wurmlinger Vereine feierten zum 17. Mal ihr Dorffest

Partymusik, Oldtimer-Motorräder, Cocktails und eine vielfältige Speisekarte lockten am Wochenende mehr als tausend Besucher nach Wurmlingen.

30.08.2010
  • Katharina Tomaszewski

Wurmlingen. Das Dorffest lockte am Wochenende mit einem bunten Programm mehr als 1000 Besucher/innen an. Zehn Stände und zwei Bühnen säumten die Straßen zwischen dem Hotel Rössle und der Bricciuskirche. Sonntagvormittags waren auf der abgesperrten Bricciusstraße Oldtimer Motorräder ausgestellt, was vor allem auswärtige Motorrad-Fans anzog.

Alles begann mit dem Fassanstich am Samstagnachmittag. Danach bummelten viele Besucher/innen über das Festgelände. Vor dem Rössle stand die „Cocktailbar“ der Pfingstreiter des Jahrgangs 1991/92. Die Jungs und Mädels versorgten die Laufkundschaft mit alkoholischen und alkoholfreien Cocktails. Der 18-jährige Jan Bauer stand hinter dem Tresen und mixte Longdrinks, Daiquiries und Caipirinhas. Am Samstagabend sei die Stimmung am besten gewesen, erzählte der Elektromechanik-Azubi. Aus ihrer Musikanlage dröhnte Partymusik bis 2 Uhr nachts.

Als Höhepunkt des Dorffestes spielte am Samstagabend die Wurmlinger Band „Flash“. Die jungen Leute rockten die Bühne mit einem Mix aus Rock und Popmusik. Bei dem Song „Anyplace, anywhere, anytime“ von Nena und Kim Wilde sangen viele Zuhörer mit und tanzten. Eva Schneck (15), Valerie Nagel (17), Carolin Fuhrer (17) und Theresa Schneck (18) wechselten sich im Gesang, Keyboard- und Gitarrenspiel ab und Schlagzeuger Johannes Eberhardt (18) gab den Beat an.

In der Nähe der Bühne grillten Mitglieder des Sportvereins Steaks und rote Würste, der rauchige Duft zog über die Straße. Daneben war das Holzhäuschen des Schwäbischen Albvereins zusammen mit dem Natur- und Vogelschutzverein.

Wurmlinger Vereine feierten zum 17. Mal ihr Dorffest
Historische Hondas und andere Motorräder konnte man am Sonntag begutachten. Bilder: Groebe

Verena Kienzler ist Vorsitzende von letzterem und macht regelmäßig vogelkundliche und botanische Kapellenführungen. „Der Kapellenberg hat ein Mittelmeerklima. Viele wissen nicht, dass hier seltene Arten wachsen. Im Frühjahr erblühen hier zum Beispiel wunderschöne Orchideen, im Herbst der Enzian und die Diestel, welche unter Naturschutz stehen.“ Hinter dem Stand des Albvereins tummelten sich etliche bei der Schiffsschaukel und dem Kinderkarussell.

In der Hirschauer Straße war der gemeinsame Stand des Jugendchors, der Kindertanzgruppe des Trachtenvereins und der Jazztanzgruppe des Sportvereins. Hier grillten die Kinder und Jugendlichen Hamburger oder backten Crépes mit süßem Belag. Die zehnjährige Katharina Haug hat mittlerweile schon Übung darin. Beate Fuhrer leitetet die Kindertanzgruppe und erzählte: „Wir wollen die Kinder, die hier aufwachsen, in das Dorfleben einbeziehen.“ Mit dem Erlös aus dem Essensverkauf werden Freizeitwochenenden finanziert. Am Sonntag war neben dem Zelt eine Spielstraße mit Torwandschießen und Rope Skipping, einer schnelleren und akrobatischen Form des Seilhüpfens.

Wurmlinger Vereine feierten zum 17. Mal ihr Dorffest
Am Samstagabend spielte die Wurmlinger Mädchenband Flash. Bild: Groebe

Auch die Kapellen-Apotheke hatte einen Infostand mit Heilkräutern und kostenlosem Blutdruckmessen. Einige Meter weiter schenkte der Musikverein Bier und Wein aus, zum Essen gab’s Maultaschen und Schnitzel. Kapellen aus Wurmlingen, Bühl und Wolfenhausen spielten Blasmusik.

Oldtimerfans kamen am Sonntag auf ihre Kosten. Hier waren 25 Motorräder ausgestellt, das älteste Modell war eine NSU Baujahr 1941 von Horst Hellmann. Das Motorrad des Herrenbergers hat zwar nur 10,6 Pferdestärken und keine Stoßdämpfer, man fahre damit aber „viel gemütlicher“.

Der älteste Fahrer war der 80-jährige Tonnis Schäffer, er fuhr aus Mühlen am Neckar auf seiner 1952´er Adler MB mit Seitenwagen nach Wurmlingen. „Früher fuhr meine Frau im Seitenwagen mit. Jetzt ist sie satt vom Motorradfahren“. Schäffer machte 1950 seine n Motorradführerschein und ist seitdem leidenschaftlicher Fahrer.

Heiner Schall organisierte das Oldtimertreffen, bei dem ältere Honda-Modelle und eine Infotafel über den japanische Motorradhersteller ausgestellt wurden. Er selbst fährt eine Maico Baujahr 1982. Die Firma produzierte in Pfäffingen bevor sie 1986 pleite ging.

Am Sonntagnachmittag endete das Fest mit einem weiteren Auftritt von Flash und Darbietungen der Kindertanzgruppen und des Jugendchors.

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30.08.2010, 12:00 Uhr

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