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Kontrollen in Metzgereien und Supermärkten

Wurst, Fleisch und Käse werden oft falsch gewogen

Tübingen. Die Abteilung Mess- und Eichwesen des Regierungspräsidiums Tübingen hat Ende Juni in einer landesweiten Schwerpunktaktion überprüft, ob die Ware an Fleisch-, Wurst- und Käsetheken korrekt abgewogen wird. Das Ergebnis der zweiwöchigen Überwachungsaktion ist ernüchternd: Bei mehr als einem Drittel der durchgeführten Überprüfungen stellten die Mitarbeiter Verstöße fest.

26.07.2012
  • tol

Die auf dem Eichgesetz beruhende Eichordnung ist eindeutig: Gewichtswerte dürfen nur als Nettowerte angegeben werden. Das Papier unter dem Käse oder der Plastikbecher, in dem der Wurstsalat beim Verkauf eingefüllt wird, darf also nicht mitgewogen werden.

Der Verkauf von losen Erzeugnissen „brutto für netto“ ist aus Gründen des Verbraucherschutzes verboten, teilt das Tübinger Regierungspräsidium mit. Auch wenn das einzelne Blatt Papier beim Verkauf von Wurstaufschnitt meist nur etwa zwei Gramm wiegt – selbst bei einer kleinen Metzgerei kann das Mitwiegen einen „Mehrverdienst“ von mehreren Hundert Euro im Jahr bedeuten.

Bei größeren Schälchen für Erdbeeren oder Salate ist der Schaden für den Verbraucher noch höher, denn diese wiegen bis zu 30 Gramm.

In Baden-Württemberg machten die Mitarbeiter im zweiwöchigen Aktionszeitraum 430 Überprüfungen. Die durchschnittliche Beanstandungsquote lag bei 33,6 Prozent. Die Quote liegt damit trotz der Ankündigung der Schwerpunktkontrollen über die Medien deutlich über der Gesamtquote des vergangenen Jahres, die bei 30,4 Prozent lag.

Kleinere handwerkliche Unternehmen wie Metzgereien oder Feinkostläden mussten die Prüfer besonders häufig beanstanden. Hier lag die Quote bei 43 Prozent, bei Supermärkten waren es etwa 24 Prozent.

Bei geringfügigen oder erstmaligen Verstößen eroben die Eichbehörden in der Regel ein Verwarnungsgeld von bis zu 35 Euro. Schwerere Verstöße wurden mit Geldbußen von bis zu 200 Euro geahndet.

Neben den Baden-Württembergern haben sich zeitgleich auch die Eichbehörden der Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz an der Schwerpunktaktion beteiligt. Auch in diesen Bundesländern hat sich die Ankündigung der Kontrollen nicht positiv auf die Beanstandungsquoten ausgewirkt.

Das Regierungspräsidium Tübingen will im zweiten Halbjahr weitere Überwachungen durchführen, um den Verbraucher vor nicht korrektem Wiegen zu schützen.

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26.07.2012, 12:00 Uhr

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