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Yaaba

Afrika: so fremd, so vertraut in Idrissa Ouedraogos Dorfpanorama.

Afrika: so fremd, so vertraut in Idrissa Ouedraogos Dorfpanorama.

YAABA
Burkina Faso

Regie: Idrissa Ouedraogo
Mit: Fatima Sanga,Noufou Ouédraogo

- ab 0 Jahren

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24.11.2015
  • ST

Der Tübinger Landrat Joachim Walter stellt seinen Lieblingsfilm vor:

1986 oder 1987 habe ich das Filmplakat des Filmes „Down by law“ zum ersten Mal gesehen und es hat mich sofort angesprochen. Ich steckte mitten in der Vorbereitung zum 1. Juristischen Staatsexamen, und nachdem die Lektüre juristischer Lehrbücher fast so spannend ist wie das Telefonbuch, war ich ziemlich „down by law“.

Als die Anfrage kam, meinen Lieblingsfilm vorzustellen, fiel mir sofort wieder „Down by law“ ein. Jeden Tag gehen ständig dicker werdende Gesetzesblätter mit manchmal recht unverständlichen Gesetzestexten über meinen Tisch. Der Bürger versteht fast gar nicht mehr und die Verwaltung immer seltener, warum alles und jedes in einem Gesetz geregelt werden muss. Wenn ich diese Gesetzesblätter sehe, bin ich manchmal auch heute noch ziemlich „down by law“.

Eigentlich, so hat mich 1986 ein befreundeter Anglist belehrt, heißt „down by law“ etwas ganz anderes, als das, was ich darunter verstehe. Ich habe das damals nicht akzeptiert und deshalb die Übersetzung sofort wieder vergessen.

Wie in allen seinen Filmen folgt Jarmusch in „Down by law“ auf eine tragikomische, meist aber sehr sarkastische Weise den Spuren, die sich ergeben, wenn mindestens zwei Menschen aufeinander treffen. Da wird nichts zusätzlich inszeniert, da werden keine Räume mit allerlei Krempel ausstaffiert, da werden keine Wege insgeheim dem Publikum vorgegeben, da spielen der Zufall und der Weg aus dem Zufall die entscheidenden Rollen.

Wie kaum bei einem anderen leben Jarmuschs Filme von den Schwarz-, Weiß- und Grautönen einer Landschaft, wie sie auch kaum ein anderer so zeigen kann.

(. . .) Trotz der minimalistischen Inszenierung aber gehört der Raum denen, die in ihm agieren. Und Jarmusch verschafft uns paradoxerweise gerade dadurch eine Fülle an Eindrücken, die jedem Mainstream-Film eben trotz der dort anzutreffenden pompösen Fülle an Dingen abhanden geht. Jarmuschs Räume sind eng, ob es eine Zelle ist oder die Sümpfe in Louisiana.(. . .)

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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