Fußball-Bundesliga

Youngster Zirkzee und Serge Gnabry erlösen Bayern

Der SC Freiburg macht gegen den Rekordmeister aus München ein starkes Spiel, unterliegt aber nach späten Treffern unglücklich mit 1:3.

19.12.2019

Von sid/mut

Packender Zweikampf: Freiburgs Lucas Höhler hebelt Bayerns Linksverteidiger Alphonso Davies aus. Im Hintergrund beobachtet Münchens Tiago die Szene. Foto: Patrick Seeger/dpa

Packender Zweikampf: Freiburgs Lucas Höhler hebelt Bayerns Linksverteidiger Alphonso Davies aus. Im Hintergrund beobachtet Münchens Tiago die Szene. Foto: Patrick Seeger/dpa

Die „Flick-Schusterei“ beim FC Bayern hängt am seidenen Faden. Mit ihrem 3:1 (1:0) beim SC Freiburg haben die Stars des Rekordmeisters nicht unbedingt für eine Weiterbeschäftigung von Hansi Flick geworben. Kurz vor der Entscheidung über den Verbleib des Trainers am Wochenende war der Auftritt der Münchner am vorletzten Hinrunden-Spieltag der Fußball-Bundesliga nach gutem Beginn nur durchwachsen.

Robert Lewandowski (16.), der eingewechselte Youngster Joshua Zirkzee (90.+2) und Serge Gnabry (90.+5) trafen spät für die Bayern, die keine Chance mehr auf die Herbstmeisterschaft haben. Der Rückstand des Meisters auf Spitzenreiter RB Leipzig beträgt vier Punkte. Vincenzo Grifo war für den SC erfolgreich (59.).

Vor dem Spiel hatte der Münchner Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge das Festhalten am aktuellen Spielstil als Prämisse für die Trainerentscheidung bezeichnet. „Was wir brauchen, ist ein Trainer, der für Ballbesitzfußball auf dem Niveau eines van Gaal, Heynckes oder Pep Guardiola steht. Das ist die Philosophie von Bayern München“, sagte Rummenigge der Sport Bild.

Rummenigge erneuerte das Lob für Flick, der Anfang November Niko Kovac beerbt hatte. Nach dem Hinrunden-Abschluss am Samstag gegen den VfL Wolfsburg wird darüber entschieden, ob der frühere Assistent von Bundestrainer Joachim Löw mindestens bis zum Saisonende weitermachen darf.

Vor 24?000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwaldstadion liefen die Münchner mit geballter Offensivkraft auf. Unter den Augen Löws standen Lewandowski, Thomas Müller, Serge Gnabry und der zuletzt gegen Werder Bremen (6:1) überragende Philippe Coutinho in der Startelf. Schon nach 65 Sekunden hatten die Münchner, die ohne Kingsley Coman, Leon Goretzka, Lucas Hernandez, Niklas Süle und Corentin Tolisso auskommen mussten, die erste Großchance. Der Abschluss von Coutinho war allerdings zu verspielt.

Die Freiburger wurden zu Beginn eingeschnürt. Benjamin Pavard nach einer Ecke per Kopf und Müller im Nachschuss hätten eigentlich die Führung erzielen müssen (7.). Die Bayern-Führung war überfällig, Lewandowski sorgte mit seinem 19. Saisontor nach überragender Vorarbeit von Alphonso Davies dafür. Nur fünf Minuten später hätte Lewandowski erhöhen können.

Mitte der ersten Hälfte schalteten die Gäste einen Gang zurück, prompt hatte Lucas Höler den Ausgleich auf dem Fuß (31.). Sechs Minuten später vergab auch Grifo eine Möglichkeit. Auf der Gegenseite ging ein Coutinho-Schuss zwar knapp am Tor vorbei (39.), dennoch lag in dieser Phase das 1:1 in der Luft.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs traf Grifo mit einer sehenswerten Direktabnahme zum Ausgleich für den SC. Dieser Freiburger Ausgleich war alles andere als unverdient. Danach wogte die Partie hin und her. Freiburg wurde immer stärker und besaß einige Chancen. Die Bayern wankten, fielen aber nicht, sondern schlugen in dere Nachspielzeit eiskalt zu.

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19.12.2019, 06:00 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 19.12.2019, 06:00 Uhr

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