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Ein Kind im Exil

Zaimoglus kleiner Deutscher in Istanbul

Es klingt wie eine poetische Anrufung, wenn Feridun Zaimoglu aus seinem neuen Roman liest. Im Mittelpunkt des 800-Seiten-Bandes „Siebentürmeviertel“ steht ein kleiner Junge, der im Jahr 1939 mit seinem Vater vor den Nazis nach Istanbul geflohen ist. Am Donnerstagabend stellte Zaimoglu das Buch den etwa 120 Zuhörern in den Museumssälen vor.

14.11.2015

Eingeladen hatte die Buchhandlung Osiander.Die poetische Anrufung gilt dem sechsjährigen Wolf, der sich in einer verwirrend fremden Welt wiederfindet. Vielleicht richtet sie sich auch an Zaimoglus Vater, der in ebenjenem Istanbuler Viertel mit den sieben Türmen aufgewachsen ist, und von dem sich der Schriftsteller die Atmosphäre dort noch einmal schildern ließ – wie Zaimoglu im Gespräch mit den T...

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