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„Zehn Tore will ich schießen“
Der Vöhringer Deniz Dursun (links) – hier gegen den Oberiflinger Stefan Jäckle – musste bis zum Spiel gegen Sulz auf seine ersten Bezirks- liga-Tore warten. Archivbild: Ulmer

„Zehn Tore will ich schießen“

Das Mittwochs-Interview Deniz Dursun spricht über seinen ersten Hattrick in der Fußball-Bezirksliga und erzählt, was er mit der SG Vöhringen noch erreichen will.

02.11.2016

Eigentlichsollte er gar nicht spielen“, erzählte Vöhringens Trainer Uli Fischer. Doch dann wurde Deniz Dursun im vergangenen Fußball-Bezirksligaspiel beim 3:6 gegen den VfR Sulz doch noch zur zweiten Hälfte eingewechselt und glich innerhalb von zwei Minuten einen 0:2-Rückstand aus. „Das war überragend“, lobte ihn sein Trainer und fügt hinzu: „Ich würde mir wünschen, dass das immer so ist.“ Denn Dursun war in der laufenden Saison nicht immer so treffsicher. Die SÜDWEST PRESSE sprach mit dem Vöhringer Eigengewächs über das Derby und seine weiteren Pläne.

SÜDWEST PRESSE: Herr Dursun, Sie haben am vergangenen Sonntag einen lupenreinen Hattrick erzielt. Was war das für ein Gefühl?

Deniz Dursun: Das war ein schönes Gefühl, so was habe ich noch nie erlebt. Und, dass sich dann gleich die Zeitung meldet, freut mich natürlich.

Sie sind erst zur zweiten Hälfte eingewechselt worden. Warum?

Ich hatte Probleme mit dem Sprunggelenk und mein Trainer hatte dann Sorgen, dass ich es nicht über 90 Minuten schaffe.

Seit wann haben Sie diese Probleme?

Ich habe mir in der A-Jugend mal die Bänder gerissen und vergangene Woche habe ich in den Boden getreten und da kamen die Schmerzen wieder. Abgesehen davon habe ich sonst, mit keinen Verletzungen zu kämpfen.

Sie haben in der laufenden Saison ja schon immer offensiv gespielt, aber erst jetzt getroffen. Warum mussten die Fans so lange auf das erste
Erfolgserlebnis warten?

Das weiß ich auch nicht so genau. Es gibt eben gute Tage, an denen ich alles treffe und schlechte, an denen nichts klappt. Mein Trainer hat mir aber immer wieder das Vertrauen gegeben und mich in der Startelf aufgestellt.

Hat er Sie dieses Mal auf einer
anderen Position eingesetzt?

Ja, im Sturm. Normalerweise spiele ich immer auf dem linken Flügel.

Deutet sich da ein Positions-
wechsel an?

Das muss mein Trainer entscheiden. Ich spiele lieber auf dem Flügel, denn da kann ich meine Schnelligkeit einsetzen und dann von außen in den Strafraum ziehen. Als Stürmer steht man halt vorne und wartet.

Haben Sie sich auf das Spiel gegen den VfR Sulz anders vorbereitet als sonst?

Ja klar, das war ja ein Derby. Da bereitet man sich anders vor. Da habe ich im Vorfeld mehr Motivation und will mehr kämpfen.

Am Ende haben Sie aber mit 3:6 verloren. Zerstört das dann die Freude über den Hattrick?

Nein. Klar haben wir verloren, aber einen Hattrick zu erzielen, ist einfach was Besonderes.

Streben Sie eine gewisse
Tormarke an?

Ja, also zehn Tore will ich in dieser Saison auf jeden Fall schießen. Vor der Runde wäre ich froh gewesen, wenn ich auch nur ein Tor erzielt hätte.

Warum?

Ich bin im Sommer ja erst aus der A-Jugend gekommen und habe gar nicht damit gerechnet, dass ich immer von Anfang an spiele.

Was ist bei den Aktiven nun anders?

In der A-Jugend war ich der Älteste und meistens der Beste. Jetzt spiele ich mit vielen guten, erfahrenen Fußballern zusammen. Wenn die mich dann loben, motiviert mich das mehr als in der Jugend.

Mit welchen Stärken setzen Sie sich gegen die Älteren durch?

Ich würde sagen mit meiner Schnelligkeit und meinem starken linken Fuß. Außerdem habe ich enormen Kampfgeist.

Und was könnten Sie noch
verbessern?

Das Spiel mit dem rechten Fuß und meine Eckbälle könnten besser sein. Auch an meinem Umschaltspiel von Offensive auf Defensive kann ich noch arbeiten, denn nach einem Angriff bleibe ich oft vorne stehen.

Jetzt stehen Sie mit der SG Vöhringen auf Platz fünf der Bezirksliga. Wie sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?

Ich bin sehr zufrieden. Es könnte schlechter laufen.

Wo wollen Sie dann am Ende der
Saison in der Tabelle stehen?

Mein Ziel ist unter die besten Drei zu kommen. Wenn einer von den Davorplatzierten patzt, dann sind wir mit einem Sieg wieder vorne dabei.

Sie spielen ja schon immer für
Vöhringen. Was gefällt Ihnen an
ihrem Verein?

Der Zusammenhalt in der Mannschaft. Wenn man mal einen Fehlpass spielt, wird man sofort neu motiviert und aufgebaut.

Interview: Florian Dürr

Zur Person

Deniz Dursun (19) begann vor elf Jahren bei der SG Vöhringen das Fußballspielen und ist seinem Verein bis heute treu geblieben. Auch als er noch in der A-Jugend spielte, half er manchmal bei den Aktiven aus und ist in der laufenden Saison nun fester Bestandteil der Mannschaft. Gegen Sulz trug er sich mit seinen drei Toren zum
ersten Mal in die Bezirksliga-Torjägerliste ein.

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02.11.2016, 01:00 Uhr

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