Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Die Eberhardsbrücke ist ab Donnerstag zu: Umleitungen für Autos und Busse

Zentrale Tübinger Verkehrsachse wird gesperrt

Der größte Eingriff ins Tübinger Verkehrssystem durch die Sanierungen im südlichen Stadtzentrum hat begonnen. Ab Donnerstag ist die nördliche Karlstraße gesperrt – und damit die Eberhardsbrücke. Busse und Autos werden umgeleitet, Fußgänger können die Brücke auf einer Seite überqueren, Radfahrer müssen schieben. Ab Montag sind dann auch die Mühlstraße und die Kreuzung vor der Neckargasse zu.

29.07.2015
  • Gernot Stegert

Tübingen. Die Erneuerungen der Fahrbahnen und Gehwege rund um das Zinser-Dreieck haben sich nach Zeitplan in die nördliche Karlstraße zwischen TAGBLATT und Bürger- und Verkehrsverein (BVV) vorgearbeitet. Am Donnerstag wird zwischen 9 und 9.30 Uhr, nach dem Hauptberufsverkehr, die Straße für Autos und Busse gesperrt. Sie müssen die zentrale Verkehrsachse dann bis zum Ende der Sommerferien weiträumig umfahren. Am Samstag, 12. September, sollen Busse wieder über die Neckarbrücke und erstmals im Gegenverkehr ums Trautwein-Eck fahren, erklärte Baubürgermeister Cord Soehlke.

Stadtverwaltung und Stadtwerke nutzen die Gelegenheit, um gleichzeitig weitere, ebenfalls dringliche Bauarbeiten zu erledigen:

Eberhardsbrücke: Der westliche Gehweg und die Fahrbahn auf der Eberhardsbrücke erhalten neue Beläge. Sie iwird gesperrt, die Arbeiten beginnen aber erst am Montag, also nach dem Triathlon am Sonntag (siehe Info-Box). Der Blumenschmuck wird abgehängt, da er in der Baustelle nicht gegossen werden kann. Die Kästen und Blumenampeln werden nach den Ferien wieder aufgehängt.

Kreuzung Mühl-/Gartenstraße: Dort werden zwischen Dienstag, 4. August, und 10. September ebenfalls Leitungs- und Belagsarbeiten ausgeführt. Die Leitungen bereiten auch die Erneuerungen in der Neckargasse vor, die im Jahr 2016 saniert wird.

In der gesamten Mühlstraße werden Straßenfugen längs und quer saniert. Die Baustelle soll als Wanderbaustelle immer nur Teile blockieren. Eine Durchfahrt wird zwar nicht möglich sein, aber die Zufahrt für die Feuerwehr und den Lieferverkehr. Die Arbeiten beginnen am Montag, 3. August, und dauern voraussichtlich zwei Wochen.

Am Lustnauer Tor und am Schimpfeck verlegen die Stadtwerke neue Kabel, die den Fußgängerverkehr etwas einschränken.

Und das bedeuten die Sperrungen für die Verkehrsteilnehmer:

Fußgänger können alle Baustellen barrierefrei passieren. Auf der Neckarbrücke bleibt der östliche Gehweg frei. Auf der anderen Brückenseite sind der Gehweg und der Treppenabgang zur Platanenallee gesperrt. Der Startpunkt für Stadtführungen wurde verlegt. Alle Geschäfts- und Wohnhäuser sind während der gesamten Bauzeit zu Fuß gut erreichbar.

Radfahrer müssen vor der Brücke absteigen und schieben oder den kleinen Schlossbergtunnel oder das Stauwehr nutzen. Auch in die Mühlstraße können Radler einfahren, müssen aber an der Baustelle schieben. Soehlke hofft auf Einsicht: „Es wäre schön, wenn die Radfahrer sich so verhalten, dass wir nicht kontrollieren müssen.“

Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss auf den Cityring ausweichen – entweder im Westen durch den Schlossbergtunnel oder im Osten über die B 27 und die Stuttgarter Straße. Die Umleitungen werden weiträumig ausgeschildert. Alle Parkhäuser sind geöffnet, sodass Altstadt und südliches Stadtzentrum erreichbar bleiben.

Die Busse des Stadtverkehrs fahren während der Bauzeit in beiden Richtungen durch den Schlossbergtunnel. Die Haltestelle Neckarbrücke entfällt, die am Nonnenhaus wird nur noch von der Österberg-Linie 10 bedient. Alle anderen Busse halten an der Wilhelmstraße. Die Linie 22 kann die Haltestellen in der Gartenstraße nicht bedienen und wird über die Bismarck- und Schaffhausenstraße auf der anderen Neckarseite umgeleitet. Der Sommerferienfahrplan ist an die veränderte Situation angepasst und tritt heute in Kraft. Im Internet ist er zu finden unter www.swtue.de/umleitung.

Die Stadtverwaltung will durch die Zusammenlegung der Bauarbeiten und die Terminierung in der Urlaubszeit die Beschränkungen begrenzen, wohl wissend, dass chaotische Zustände zumindest zu Beginn möglich sind. „Wir wissen, dass die ersten zwei, drei Tage bei Baustellen schwierig sind“, sagte Soehlke. Umleitungsschilder sollen die Autofahrer informieren.

Auch Gäste sollen durch die Baustellen nicht abgeschreckt werden. Dazu haben sich Wirtschaftsförderer Thorsten Flink und Tourismusbeauftragte Manuela Feiler ein paar Punkte überlegt. Plakattafeln an den Stadteingängen sollen Auswärtige Willkommen heißen und, so Flink, die Botschaft aussenden: „Tübingen wird noch schöner.“ Auf der Brücke werden historische Stadt- und Brückenansichten Einheimische wie Gäste über die lange Geschichte der Brücke informieren. Stadtarchivar Udo Rauch hat Tafeln vorbereitet.

Lampen in Blumenform sollen auf der Ostseite die Blumenkübel ersetzen und zugleich die begehbare Brückenseite kennzeichnen. Und wenn die Brückenarbeiten nach Zeitplan Ende August fertig sind, dann wollen Flink und Feiler die restlichen knapp zwei Wochen im September bis zur Freigabe für den Verkehr für etwas Außergewöhnliches nutzen: Die Brückenfläche soll durch Tübinger Gastronomen genutzt werden. Auch ein wandernder Sandhaufen mit dem Schild „Spielen erlaubt“ ist geplant.

Zentrale Tübinger Verkehrsachse wird gesperrt
Keine Durchfahrt in der Tübinger Mitte: Nördliche Karlstraße, Eberhardsbrücke und die Mühlstraße sind bis zum 10. September gesperrt (Rot). Fußgänger können den Bereich weiter begehen. Radfahrer (Grün) müssen schieben (gestrichelt) oder über das Stauwehr oder den Radlertunnel ausweichen. Autos (Blau) können nirgends mehr durchfahren, kommen aber in die Parkhäuser, Anlieger in die Uhlandstraße (gestrichelt). Busse (Orange) werden weiträumig umgeleitet. Grafik: Uhland 2

Neben den Baustellen kommt es am Sonntag durch den ersten Triathlon (zur Strecke siehe im Internet www.meygeneralbautriathlon.de) zu Verkehrsbeschränkungen. Wegen des Schwimmabschnitts ist der Neckar von 9 bis 15 Uhr von der Brücke (einschließlich Nadelöhr) bis zum Stauwehr komplett für alle Menschen und Boote gesperrt. Die Radlerstrecke wird zwischen 6 und 17 Uhr zum Teil gesperrt. Dies betrifft die Wilhelmstraße, die Adlerkreuzung, die Bebenhäuser Straße und die Landstraße L1208 über Bebenhausen bis zur Eckbergkreuzung. Der Verkehr wird großräumig umgeleitet. Stadtauswärts ist auf der Wilhelmstraße ab der Kreuzung Köstlinstraße Begegnungsverkehr möglich, sodass Anwohner und Gewerbetreibende über die Köstlinstraße in die Schlachthausstraße und in die Brunnenstraße gelangen können.
Die Laufrunde führt durch die Altstadtgassen und die Mühlstraße. Am Tag des Triathlons ist auch das Lustnauer Tor komplett gesperrt. Die Zu- und Abfahrt zum Österberg ist nur über den Haldenweg möglich. Für die Bewohner des Österbergs wird wie beim Stadtlauf ein Bus-Shuttle zum Lustnauer Tor eingerichtet. Das Parkhaus Altstadt-Mitte kann über den Stadtgraben angefahren werden. Dafür darf in beide Richtungen gefahren werden.
Da die Zufahrt nach Bebenhausen von 6 bis 17 Uhr gesperrt ist, können Anlieger über den Rittweg fahren. Von und nach Waldhäuser-Ost wird ein Minicar-Shuttle eingerichtet. Nach Lustnau und Pfrondorf kann man an der Adlerkreuzung abbiegen.
Die Busse werden umgeleitet und verkehren nach einem Sonderfahrplan. Ausführliche Infos finden sich im Internet unter www.swtue.de/stadtverkehr/aktuell/verkehrsmeldungen.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

29.07.2015, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball