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Zeuge entlastet Schlecker
Anton Schlecker beim Prozessauftakt in Stuttgart. Gestern sagte ein Zeuge für ihn aus. Foto: Volkmar Könneke
Prozess

Zeuge entlastet Schlecker

Ex-Logistik-Chef der Ehinger Drogeriekette sagt aus, es habe keine überteuerten Abrechnungen gegeben.

26.04.2017
  • DPA

Stuttgart. Ein Zeuge hat im Bankrottprozess um die Drogeriemarktkette Schlecker die Aussage der Familie in einem wichtigen Punkt gestützt. Die Staatsanwaltschaft wirft Schlecker und seinen Kindern vor, dass die Drogeriemarktkette für Leistungen der Logistikgesellschaft LDG über Jahre einen zu hohen Stundensatz gezahlt habe. Die LDG gehörte den beiden Kindern Schleckers und war unter anderem für den Versand aus dem Online-Shop der Drogeriemarktkette zuständig. Die hohen Stundensätze sollen der Firma der Kinder hohe Gewinne beschert haben, während Schleckers Drogeriemarktkette spätestens 2010 Verluste in Millionenhöhe schrieb. Damit soll Schlecker seine Kinder begünstigt haben.

Der nun vernommene Zeuge – ein bis 2010 tätiger ehemaliger Geschäftsführer der LDG – beteuerte allerdings, die berechneten Stundenpreise seien für die komplexen Dienste marktüblich gewesen, große Wettbewerber hätten teilweise mehr verlangt.

Die Staatsanwaltschaft wirft Anton Schlecker unter anderem vor, im Vorfeld der Pleite im Jahr 2012 Vermögen im Wert von 25 Mio. EUR beiseite gebracht und so dem Zugriff der Gläubiger entzogen zu haben. Schleckers Sohn und Tochter sind als Ex-Gesellschafter der LDG wegen Insolvenzverschleppung und Untreue angeklagt. Sie sollen sich noch 2012 Gewinne in Millionenhöhe ausgezahlt haben.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Anklage gegen zwei Wirtschaftsprüfer von Anton Schlecker getrennt von den Vorwürfen gegen die Familie weiterverhandelt wird. Das Verfahren werde zur gesonderten Behandlung und Entscheidung abgetrennt, sagte der Vorsitzende Richter in Stuttgart. Die Verteidiger hatten schon zu Beginn darauf gedrungen, diese Anklagepunkt einzeln zu verhandeln. Auf sie beziehen sich nur zwei der mehr als 40 Anklagepunkte im Strafprozess gegen den ehemaligen Drogeriemarktbesitzer und seine Familie. dpa

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26.04.2017, 06:00 Uhr

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