Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Im Schnitt mehr als ein Bahnhof

Zu den Chancen und Risiken im Stuttgarter Talkessel

Wir wollen nicht immer nur den Bahnhof betrachten", fordert der Architekt des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs, Christoph Ingenhoven. 18 Jahre sind vergangen, seit die S-21-Projektpartner Bahn, Land, Stadt und Verband Region Stuttgart den Entwurf seines Düsseldorfer Architektenbüros ausgewählt haben.

13.11.2015
  • Niklas Döhring, Tobias Knaack und Fabian Ziehe

Es waren 18 Jahre, in denen im Kleinen so viel gestritten, getestet, bewiesen, angezweifelt und widerlegt wurde, dass der Blick aufs Ganze ordentlich verstellt ist.

Dies ist der Versuch, den Fokus wieder etwas zu weiten, den neuen Bahnhof auch in seiner städtebaulichen Funktion zu beleuchten. Auch soll die Querschnitts-Illustration des Architekturbüros zeigen, was die zentralen Elemente im und um den neuen Tiefbahnhof sind. Manche Aspekte des Milliardenprojekts sind weiter ungeklärt oder noch heftig umstritten - auch das soll dokumentiert werden.

Denn Stuttgart 21 wäre nicht Stuttgart 21, wenn alles glatt ginge, es keine Debatten oder zumindest Scharmützel gebe. Zwar wird mittlerweile vielerorts gegraben; und mit der Kelchstütze ist erstmals ein bauliches Teil des Bahnhofs zu sehen. Dennoch forderten Architekt Ingenhoven und der Ingenieur des Tiefbahnhofs, Werner Sobek, einen verstärkten Diskurs darüber, wie die Stadt Stuttgart, wie sich die Bürger das neue, erweiterte Zentrum der Landeshauptstadt vorstellen. Die Stadt antwortete prompt, die Projektverantwortlichen sollten erstmal ihre eigenen "Hausaufgaben" machen.

Tatsächlich aber sind die städtebaulichen Pläne noch nebulös. Was macht die Stadt mit den frei werdenden Flächen des jetzigen Gleisfelds, die sie von der Bahn gekauft hat? Was soll im neuen Rosenstein-Quartier konkret entstehen? Was passiert mit dem Bonatzbau? Wie könnte eine Neuordnung des Arnulf-Klett-Platzes aussehen?

Diese Fragen müssen an das Projekt gestellt werden, weil sie sich aus dem Bahnhofsneubau zwangsläufig ergeben. Und geht es nach Architekt Ingenhoven müssen sie jetzt diskutiert werden, "weil wir sonst zehn Jahre auf eine Brache gucken".

Wie die Grafik zeigt, ist der neue Tiefbahnhof Herz und Pulsgeber dieses städtebaulichen Projektes. Zugleich ist er das Scharnier, die Verbindung von Bestehendem und zu Gestaltendem - von Innenstadt und neuem Rosenstein-Viertel.

Weil das so ist, wird auf dieser Seite auch analysiert, welche, das Bahnhofsgebäude selber betreffenden Themen weiter auf der Agenda stehen, an welchen Stellen die neuralgischen Punkte sind: Insbesondere der Brandschutz, die Schrägneigung und die Kapazität des Bahnhofs sollen beleuchtet werden.

Es geht also darum, sowohl die Chancen als auch die Risiken des Großprojektes im Herzen der Landeshauptstadt Baden-Württembergs abzubilden.


Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball