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Kommentar

Zu schmaler Grat für Haub

Die Mitarbeiter bei Kaiser's Tengelmann müssen weiter um ihre Arbeitsplätze bangen. Denn der anstehende Ausverkauf bedeutet nicht, dass jede Filiale einen Abnehmer findet oder mit dem selben Personal weitergeführt werden kann. Lohnten sich Standorte bisher nicht, steht zu befürchten, dass auch ein neuer Name daran nichts ändert.

18.10.2016
  • KAREN EMLER

Der Niedergang der traditionsreichen Supermarkette Kaiser's Tengelmann zeigt, wie hart der Wettbewerb im deutschen Einzelhandel ist. Pro Kopf gibt es in Deutschland soviel Handelsfläche wie sonst nirgendwo in Europa. Doch wenn es um die Ausgaben für den täglichen Einkauf geht, sind die Bundesbürger im Vergleich zu anderen Europäern sehr sparsam, mitunter richtiggehend geizig.

Entsprechend groß ist der Druck auf die Handelsketten, ihre Läden so effizient wie möglich zu betreiben. Das geschieht durch Preisdrückerei gegenüber den Lieferanten, Abbau von Personal und möglichst niedriger Bezahlung. Karl-Ervian Haub, der Chef der Tengelmann-Gruppe, hat im Gegensatz zu vielen Konkurrenten seine Leute meist nach Tarif entlohnt. Das wurde ihm ebenso zum Verhängnis wie der Umstand, dass er jahrelang defizitäre Standorte subventioniert hat. Der Grat zwischen sozialem Gewissen und erfolgreichem Management ist schmal und fordert Unternehmern Tag für Tag enorme Trittsicherheit ab. Haub hat sie nicht gehabt.

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18.10.2016, 06:00 Uhr

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