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Zu seinem 111. Geburtstag ließ es der Musikverein Bergfelden tüchtig krachen
Beim „Böhmisch’s Feuer“ gab es kein Halten mehr im Publikum.
Marsch, Polka und Walzer

Zu seinem 111. Geburtstag ließ es der Musikverein Bergfelden tüchtig krachen

Das ganze Wochenende feierte der Musikverein Bergfelden seinen 111. Geburtstag. Auf die Gäste wartete ein abwechslunsgreiches Rahmenprogramm. Höhepunkte waren der Auftritt der Blasmusiker „Die Rainer“ am Samstagabend vor 750 Zuschauern und der gestrige Festumzug.

27.07.2015
  • herold schwind

Bergfelden. Nach monatelanger Planungen und Arbeiten, wurde das Jubiläums-Wochende zum 111. Geburtstag am Freitag auf dem Friedhof in Bergfelden eröffnet. Mit einem passablen Fassanstich, von nur drei Schlägen, allerdings unter der Mithilfe von Dr. Heinrich von Stromberg, meisterte der Bergfelder Ortsvorsteher Martin Sackmann, seine Aufgabe bravurös. Zu den Klängen des Musikvereins Bergfelden wurden die ersten Bierkrüge gefüllt und auf das Jubiläumsfest angestoßen. „Lasst die Musikspiele beginnen“ – das war das Signal an die Gastkapellen für ihren Auftritt. Die Musikvereine aus Harthausen, Trichtingen, Renfrizhausen, Wittershausen, Fischingen und Hochmössingen, unterhielten die Gäste mit flotten Weisen. Die abwechslungsreiche Blasmusik, vom Marsch, über Polka bis zum Walzer, kam beim Publikum bestens an.

Unter dem Motto für den Samstag „Love, Peace und Blasmusik“, begann der Abend mit der Vorgruppe „Böhmisch’s Feuer“. Die 15 jungen Musiker aus Trichtingen und Harthausen, spielten keineswegs wie eine Vorgruppe, ihre Musik, im Stil der Egerländer, kam beim Publikum bestens an. Mit dem Konzertmarsch „Abel Tasman“ eröffneten die jungen Musiker den Abend. Neben den Konzertmärschen waren auch Böhmische und solistische Polkas im Programm. Beeindruckende Solos waren das Klarinetten Solo mit „Dudacka“ von Timmy Haibt und Nicole Wurzinger, das Trompetensolo „Nächtlicher Traum“ mit Jonas Holzer an der Trompete und „Koslova“ mit Martin Schäuble am Tenorhorn. Als sie sich mit ihrem Abschiedslied „Bis bald Auf Wiedersehen“ unter das Publikum mischten und auf den Tischen spielten, war das Publikum nicht mehr zu halten. Mit frenetischem Beifall wurden die Musiker verabschiedet. Beim Dank des Bergfelder Musikvereinsvorstand Steffen Strobel, brachte er die Leistung der Truppe mit „abartig und super“ auf den Punkt.

Den Höhepunkt des Jubelfestes war den Blasmusikern „Die Rainer“ vorbehalten. Die außergewöhnliche Band aus Salzburg brachte das Festzelt zum Kochen. Das Publikum stand auf den Bänken und Tischen. Viele liesen sich zu einem Tanz hinreisen. Ihr Markenzeichen ist es, die Blasmusik mit Teilen der Rockmusik zu verknüpfen und das beherrschen sie wie kein Anderer. Seit 1995 spielen sie Blasmusik auf höchstem Niveau. Sie können auch traditionell konservativ und waren schon in vielen Fernsehprogrammen zu sehen. In Bergfelden durfte der legendäre „Rainermarsch“ natürlich auch nicht fehlen, spätestens ab da hielt es keinen mehr auf seiner Bank. Die Österreicher hatten mit Udo Jürgens und Elvis Presley Lieder auch moderne Klänge mitgebracht. Aber auch Schunkelrunden gehörten bei ihnen dazu. Die „Die Rainer“ heizten dem Publikum ordentlich ein.

Plötzlich stürmte eine Braut, im weißen Kleid mit samt der Hochzeitsgesellschaft die Bühne. Die Braut Verena feierte ihre Hochzeit, nicht weit in einer Gaststätte. Zum „Rainer Lied“ tanzten und schunkelten die Hochzeitsgesellschaft ausgelassen. Viele der Konzertbesucher waren stilecht im Dirndl und der Lederhose erschienen. Es war super Stimmung bei den 750 Besuchern im vollen Zelt.

Der Sonntag begann, unter dem Motto „Für uns, für Bergfelden, für die Musik“ schon recht früh um 6 Uhr mit der Tagwacht. Um 9.30 Uhr wurde ein ökumenischer Festgottesdienst im Festzelt zelebriert. Anschließend spielte der Musikverein Fessenbach zum Frühschoppen auf. Am Sonntagnachmittag, stand mit dem Umzug ein weiterer Höhepunkt des Festwochenendes an. Bei idealem Wetter führte der Gastgeber Bergfelden den Festzug an. Mit toller Marschmusik folgten die Musikvereine Boll, Vöhringen, die Gäste aus Fessenbach, der MV Heiligenzimmern, Hopfau bevor die Stadtkapelle aus Sulz den Schluss bildete. Zwischen die Musikgruppen, hatten die Organisatoren immer wieder Oldtimer-Cabrios integriert, in denen die Bergfelder Ehrenmusikern saßen. Vorneweg der Ehrendirigent Bernd Klaiber, den Schluss zierte der Ortsvorsteher aus Bergfelden, Martin Sackmann. Im anschließenden Mekka der Volksmusik, im vollen Zelt, unterhielten die Gastkapellen, mit gekonnter Weise das Publikum. olw

Info Mit einem Kinderumzug gehen die Jubiläumsfeierlichkeiten des Musikvereins Bergfelden heute um 14 Uhr weiter. Die Gäste werden um 14.45 Uhr empfangen. Das Vororchester Bergfelden/Wittershausen spielt um 15 Uhr. Das Kinderprogramm beginnt um 15.15 Uhr. Zum Ausklang spielt um 18.30 Uhr die „Biraböhmische Blasmusik“.

Zu seinem 111. Geburtstag ließ es der Musikverein Bergfelden tüchtig krachen

Zu seinem 111. Geburtstag ließ es der Musikverein Bergfelden tüchtig krachen
Bei den Blasmusikern „Die Rainer“ schunkelten 750 Gäste im Festzelt.

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27.07.2015, 12:00 Uhr

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