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Kommentar · Porsche

Zu viel Beliebigkeit

Das Gutachten muss durch den Kopf des Richters. Diese Worte des Vorsitzenden der 13. großen Strafkammer im Gerichtsverfahren gegen Wendelin Wiedeking und Holger Härter zeigen die Schwierigkeiten der Anklage gegen den ehemaligen Porsche-Chef und seinen Finanzvorstand.

07.11.2015

Von THOMAS VEITINGER

Das Gutachten muss sein, auch wenn das Resultat zweifelhaft ist. Professor Hans-Peter Burghof gibt sich Mühe auf der Suche nach Marktmanipulation. Aber so recht gelingen will ihm das nicht.

Und das nicht etwa, weil es keine Beeinflussung gab. Diese kann niemand ausschließen, auch der Gutachter nicht. Sondern weil es Variablen gibt. Neben harten Fakten wie Kursverläufen und Überprüfungen eigener Thesen bemüht Burghof wachsweiche Einschätzungen: Einem Journalisten ist zu glauben, weil er seine Informationen vermutlich seriös überprüft, argumentiert der Ökonom. Das ist zu hoffen - aber wissen kann es Burghof nicht. Porsche will keinen Skandal riskieren und gibt so genannten Leer-Käufern Gelegenheit zuzukaufen. Ob das richtig ist? Porsche-Informationen gelten mal als wichtig, mal als überraschend, mal als irrelevant.

An der Börse spielt der menschliche Faktor eine wichtige Rolle - und der lässt sich nur schwer fassen. Das muss auch die Wissenschaft akzeptieren.

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Erstellt:
7. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
7. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. November 2015, 12:00 Uhr

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