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Erfolg mit Eigengewächsen

Zufriedene Kunden sind das A und O: 50 Jahre Rollladen-Rall

Es begann als Heim-Vertrieb: Rollladen-Rall in Kusterdingen feierte am Wochenende50-jähriges Bestehen.

11.10.2010

Kusterdingen. Sonnensegel, textile Überdachungen mit und ohne Motor, Markisen: Rollladen-Rall feierte das Firmenjubiläum mit zwei Tagen der offenen Tür und einer neuen Außen-Ausstellung „Terrassen-Welt“.

1960 hatte Otto Rall senior, der aus der Strickwarenbranche kam, sich mit seiner Frau Anneliese auf den Vertrieb von (Außen-)Jalousien spezialisiert. „Ich habe eine Marktlücke entdeckt“ – weil die vorher verwendeten Klappläden damals aus der Mode kamen. Sie betrieben die Zwei-Personen-Firma in Ralls elterlichem Haus in Kusterdingen. Weil Rall in der Garage Schienen zurechtschnitt, bekam er Ärger mit dem Landratsamt: „Die haben mir viele Steine in den Weg gelegt.“ Nach und nach wurde ein Rollladen- und Jalousienbau-Meisterbetrieb daraus. Sohn Otto Rall junior wollte eigentlich Lehrer werden – aber der Vater überzeugte ihn, in den Betrieb einzusteigen. Wie der Vater, legte er die Meisterprüfung in Wiesbaden ab.

1987 zog der Betrieb ins Kusterdinger Gewerbegebiet, damals mit fünf Leuten. 1990 gründeten die Ralls eine GmbH; Senior und Junior fungieren seither als gleichberechtigte Gesellschafter und Geschäftsführer. Der Senior kommt mit 73 Jahren immer noch jeden Tag als einer der ersten ins Geschäft.

1997 gründeten die Ralls mit dem vormals größten Konkurrenten Winfried Mettler aus Leinfelden-Echterdingen die M&R-Gruppe, die heute vier Standorte in Leinfelden-Echterdingen, Kusterdingen, Stuttgart-Sillenbuch und Böblingen hat. 60 Mitarbeiter erwirtschafteten zuletzt 6,5 Millionen Euro Umsatz. 25 Beschäftigte arbeiten im Kusterdinger Rall-Stammsitz. In der Gruppe sind ein Fünftel der Belegschaft Auszubildende. „Die Guten bleiben und entwickeln sich im Unternehmen“, sagt Otto Rall junior. Seit 20 Jahren habe der Betrieb keine ungelernten Fachkräfte angestellt: „Das sind alles Eigengewächse.“ Die Azubis lernen entweder als Bürokaufmänner und -frauen, oder als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker.

Technisch müssen sie sich mit neuesten Entwicklungen auskennen – mit elektronischen Steuerungen bis hin zum I-Phone. Und bevor sie als Monteure selbstständig arbeiten, müssen sie nach der Ausbildung zwei Jahre Erfahrung sammeln. Vor der Ausbildung, so Rall, stehe das gegenseitige Kennenlernen bei einem kurzen Betriebspraktikum.

„Der Kunde sagt einem, ob man gut oder schlecht ist“, sagt Otto Rall junior. Die Zufriedenheit der Kundschaft sei das Wichtigste: „Wir behandeln jede Reklamation wie einen Neuauftrag.“mre

Zufriedene Kunden sind das A und O: 50 Jahre Rollladen-Rall
Stark mit Azubis: Im Bild Patrick Lehnard und Justina Rall, die Tochter des Chefs, die Bürokauffrau lernt.Bild: Faden

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11.10.2010, 12:00 Uhr

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