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Zur aktuellen „Kriegstreiberei“ in der Ukraine

Zugriff auf Osteuropa

Von 1914 bis 2014 – vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs, über den kürzlich der Tübinger Historiker Prof. Ewald Frie referierte (Bericht vom 31. Juli) zur aktuellen „Kriegstreiberei“ in der Ukraine.

12.08.2014

„Expansionistischer Größenwahn“ (Helmut Schmidt) von EU und NATO und ihre risikoblinde Rücksichtslosigkeit gemahnen heute an 1914. Die EU-Außenbeauftragte der USA hat die gesamte EU-Nachbarschaft zum Raum „entschiedenen Handelns“ – auch mittels Interventionen – erklärt. Die Ukraine wird dabei nur als erster Gang der Einverleibung aller postsowjetischen Länder betrachtet.

Es geht um den Zugriff auf Osteuropa als das Tor zwischen den riesigen Ressourcen Asiens und Europa, das von dessen „demokratischer Zivilisation“, nicht vom „imperialen Despotismus Russlands“ kontrolliert werden soll. Auch die deutschen Eliten drängen auf eine offensivere deutsche Weltmachtpolitik. „Vor aller Augen…“ (Brecht) wird die „Kultur der Werte und der Zurückhaltung“ in eine „Kultur der Interessen und der Kriegsfähigkeit“ umgeschmiedet und umgegossen, mit Pastor Gauck als oberstem Glockenstürmer.

Und so sieht sie aus: Kriegstreiberei um den MH17-Absturz, von der Tübinger IMI dokumentiert. Virtuos suggerieren Obama, Kerry und Generäle harte Fakten zur Täterschaft, aber ihre Sprechblasen zerplatzen bei Anhauch: drei US-Geheimdienstler mussten in einer desaströsen Pressekonferenz zugeben, dass die CIA keinen Beleg für eine russische Beteiligung hat (Focus Online, 23. Juli). Gegenläufige Indizien wie die Präsenz eines bewaffneten ukrainischen Jägers nur 3,5 Kilometer hinter Flug MH17 beim Absturz oder der exzeptionelle Hochbetrieb ukrainischer Buk-Radarstationen am Absturztag sind viel schlüssiger, gehen aber in der Sanktionshetze westlicher Medien unter.

Uwe Brauner, Tübingen

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12.08.2014, 12:00 Uhr

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