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Zum Alarm die passende Musik
In Stuttgart herrscht derzeit wieder Feinstaub-Alarm. Foto: dpa
Umwelt

Zum Alarm die passende Musik

„Toxic“ und „Atemlos“: Mit einem Feinstaub-Soundtrack will die Stadt bei Pendlern punkten.

07.12.2016
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. Im Kampf gegen Feinstaub ist die Stadt Stuttgart schon unorthodoxe Wege gegangen – von Mooswänden bis zu Stickoxid schluckendem Straßenbelag. Jetzt wird's musikalisch: Die Rathaus-Mitarbeiter haben einen Feinstaub-Soundtrack online gestellt, der auf die Luftprobleme aufmerksam machen – und Fahrgemeinschaften anregen soll.

Ein Auto sei in Stuttgart im Schnitt immer noch mit 1,1 Personen und damit zu wenigen besetzt. „Mit Fahrgemeinschaften Verkehr reduzieren“, heißt es auf dem Stuttgarter Twitter-Account. Die passende Musik liefert die Stadt über den Musikdienst Spotify. Dort finden sich Songs wie „Dust in the Wind“, Britney Spears „Toxic“, „I'm walking“, „Atemlos“ oder „I Wish it would Rain“.

Dass die Gefahr besteht, dass sich die Kommune mit der Idee lächerlich macht, hat man im Rathaus einkalkuliert. „Wir haben es riskiert“, sagt Sprecher Sven Matis. Bei aller Ernsthaftigkeit müsse man das Thema zwischendurch auch mal unterhaltsam angehen.

User machen weitere Vorschläge

Mit der Resonanz im Netz zeigt sich Matis zufrieden. Auf dem städtischen Facebook-Account hätten sich nicht die üblichen Gegner des Feinstaub-Alarms zu Wort gemeldet – „wir haben andere Menschen erreicht“. Tatsächlich lesen sich die Kommentare größtenteils moderat, viele schlagen weitere Hits für den Soundtrack vor. „Bei der nächsten Playlist ist hoffentlich ,Smoke on the water' mit dabei“, schreibt beispielsweise eine Nutzerin. Ein anderer stellt die berechtigte Frage: „Müsste es nicht ,Sounddreck' heißen?“ Die Liedersammlung soll nicht die letzte Idee sein, mit der das Rathaus versucht, spielerisch auf die Luftproblematik aufmerksam zu machen. Matis: „Wir haben noch einiges geplant.“

Feinstaub-Alarm verlängert

Der aktuelle Alarm ist am Dienstag erneut verlängert worden. Bis mindestens einschließlich Freitag spricht der Deutsche Wetterdienst von einer austauscharmen Wetterlage. Während die Feinstaub-Werte an der Messstelle Neckartor in den vergangenen Tagen unter dem EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lagen, stiegen sie nach vorläufigen Messungen am Montag und Dienstag wieder über die Grenze. In diesem Jahr wurden bislang rund 45 Überschreitungstage gezählt, erlaubt sind nur 35 pro Jahr. Kann die Landeshauptstadt die Werte nicht nachhaltig drücken, drohen ihr Fahrverbote. Bei Feinstaub-Alarm sollen Autofahrer daher auf Bus und Bahn umsteigen, Kaminbesitzer sollen ihre Öfen, wenn möglich, nicht anheizen. Dominique Leibbrand

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07.12.2016, 06:00 Uhr

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