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Speisen mit Aussicht

Zum Sommerferienabschluss war wieder Stadtfest

Nochmal die Sommerkleider auspacken und sich unter Leute mischen, bevor Schulalltag und herbstliche Nebelschwaden das Gemüt der Mössinger trüben könnten: Auf der Wiese vor der Gottlieb-Rühle-Schule war dazu am Wochenende reichlich Gelegenheit.

10.09.2012
  • kathrin löffler

Mössingen. Skifahren zum Sommerurlaubsausklang? Bei 30 Grad? Und zum Einkehrschwung einen Cocktail? Natürlich geht das. Auf dem Mössinger Stadtfest. Beim Ski-Club Steinlach maß sich der alpin ambitionierte Rennfahrer-Nachwuchs via Wii-Contest im digitalen Pisten-Hinabsausen.

Mit 29 weiteren Vereine sorgten die Ski fahrenden Steinlachtäler am Samstag und gestern dafür, dass der Abschied von der schönen Ferienzeit für den jüngeren Teil der Mössinger Bevölkerung so angenehm als möglich ausfiel. Der ältere freilich wurde in punkto Bespaßung und Verköstigung auch nicht vernachlässigt. Sein Übriges tat der sich nochmal so richtig ins Zeug legende Hochsommer.

Auf den bisherigen Stadtfesten gaben stets auf einer großen Bühne Turnende, Tanzende und Musizierende ihr Bestes. An zahlreichen Ständen durften die Fest-Passanten selber aktiv werden. Und sich in diversen Zelten stärken. Das war heuer auch so. Allerdings hat die Stadtverwaltung ein bisschen an der räumlichen Anordnung geschraubt.

War die Bühne bislang etwas abseits auf der Breitestraße platziert, stand sie am Wochenende mitten auf der Wiese vor der Gottlieb-Rühle-Schule, gesäumt vom restlichen Treiben. Wer sich also eine gemütliche Pommes-Pause auf der Bierbank gönnen wollte, musste nun das Bühnengeschehen nicht mehr außer Acht lassen. „Die Festatmosphäre ist so schöner“, findet Kulturreferentin Silvia Maier, Programm und Zelte seien nicht mehr auseinandergerissen. „Nur positive Resonanz“ habe der neue Festaufbau beschert.

Noch was Neues gab’s am Samstagabend. Für’s Gehör. Die SWR1-Band beschallte das Schulzentrums-Gelände. Knapp 2000 feierten mit. Mit so einem „zentralen musikalischen Highlight“ zum Ausklang des ersten Festtages konnten die Bürgertreffs der Vorjahre nicht aufwarten.

Ansonsten folgte das Stadtfest-Schema der Tradition. Und die ist, so scheint’s, populärer denn je: Zum Fassanstich, so hat es die Kulturreferentin beobachtet, seien mehr Leute als sonst gekommen. Zum Ökumenischen Gottesdienst ebenso. Und die Stadtfest-Klassiker zogen immer noch: beispielsweise der „Menschenkicker“ vom Aktiven Verein für Hobby und Freizeitgestaltung. „Jetzt geht’s hier wirklich um was!“ kommentierte der „Stadion“-Sprecher das Gebolze an Stangen. Eine ganze Menge an Zuschauern verfolgte, wie auf dem Gummi-gepolsterten Spielfeld geköpft, geschossen und um jeden Zentimeter des beschränkten Kickerfiguren-Radius’ gekämpft wurde. Einstweilen glänzten die in Aussicht stehenden Pokale golden in der Sonne.

Auch der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter war mit einer Station auf dem Mössinger Stadtfest vertreten. Sein Öschinger Vorsitzender Willi Rudolf hat das organisiert. Auf einem Parcours galt es, scheinbar kleine Hindernisse, die Rollstuhlfahrern alltäglich Geschick abverlangen, überhaupt wahrzunehmen und zu meistern,

Die Jugendfeuerwehr zündelte. Und entfachte ein ordentliches Feuer. Aber nur, um ihre rasche Löschkompatibilität unter Beweis zu stellen, klar. Ansonsten: reges Kommen und Gehen und Flanieren auf dem Festgelände vor der Rühle-Schule. Wurstduft stieg den Ankömmlingen in die Nase. Wer sich gar nicht erst mit Sitzen-Bleiben aufhalten lassen wollte, schnappte sich beim MSC Steinlach einen „Hugo to go“.

Optische Sieger in der Konkurrenz der Speisen Feilbietenden zweifellos: die Bäckerei Manófalvi, mit Ofen und pittoresker Vitrine und schöner Kostümierung aus Ungarn angereist. Der Musikverein spielte auf, ein Duo vom Türkischen Kultur- und Sportverein zupfte an der „Saz“, mit HipHop, Square- und Cheer-Tanz beeindruckten die Sprösslinge der Sportvereine.

Zum Sommerferienabschluss war wieder Stadtfest
Stadtfest heißt: Auch die Kinder dürfen länger wach bleiben und die SWR1-Band hören, untertags das Spielmobil und den Rollstuhlparcours ausprobieren. Auch nach vielen Jahren eine Attraktion: der Human Table Soccer des Aktiven Vereins für Hobby- und Freizeitgestaltung – hier kicken die Wandermumien gegen die Feuerwehr Belsen. Und dass eine Rollbahn toll ist, ist eh klar. Spaß macht es allerdings auch, mit MoMan von der SWR1-Band auf der Bühne zu stehen und zu Musik von Michael Jackson zu tanzen (im Uhrzeigersinn von links). Bild: Rippmann

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10.09.2012, 12:00 Uhr

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