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Zur Pause liegen die Walter Tigers in München aussichtslos mit 23:51 hinten, verlieren aber nur 70:8
Effektivster Spieler der Partie: Tigers-Center Gary McGhee. Archiv: Ulmer
Die Bayern zumindest gekitzelt

Zur Pause liegen die Walter Tigers in München aussichtslos mit 23:51 hinten, verlieren aber nur 70:82

Wie sehr die Walter Tigers Tübingen den Bayern zumindest in der zweiten Hälfte auf die Nerven gegangen sind, machten gleich drei technische Fouls deutlich: Coach Aleksandar Djordjevic sowie Aufbauspieler Anton Gavel wurden von den Referees jeweils wegen Reklamierens bestraft.

30.10.2016
  • Hansjörg Lösel

Der Münchener Frust war nachvollziehbar: Denn die kleinen Tübinger hatten die großen Bayern nach dem Seitenwechsel plötzlich im Griff. Die zweite Hälfte gewannen die Tiger mit 47:31 sogar deutlich – dumm nur, dass der erste Durchgang eine noch klarere Sache für die Bayern war. „Im ersten Viertel haben sie uns überrannt“, musste Tübingens Coach Tyron McCoy eingestehen. 30:10 führte der FC Bayern nach den ersten zehn Minuten, 51:23 zum Seitenwechsel. Uli Hoeneß, am Samstag wie der frühere Fußball-Chef Matthias Sammer und Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber unter den 6000 Zuschauern im Audi-Dome, dürfte den sechsten Sieg im sechsten Spiel da schon abgehakt haben, doch dann hätten die frechen Tiger aus der großen Halloween-Party im Audi-Dome beinahe noch eine echte Horror-Show für die Bayern gemacht.

Punkt für Punkt pirschten sich die Tübinger heran, der komfortable Vorsprung schmolz zusammen. Das dritte Viertel entschieden die Tigers mit 22:14 für sich, eröffneten den vierten Durchgang mit sechs Punkten in Serie zum 51:65. Auch eine Auszeit brachte München nicht mehr zurück in die Spur, die Tübinger Aufholjagd ging weiter. Nach einem Offensiv-Rebound des starken Centers Gary McGhee bediente Jared Jordan mit seinem zehnten Assist Garlon Green, der zum 68:76 aus Tübinger Sicht verkürzte – 100 Sekunden vor Schluss schien tatsächlich die Sensation möglich. Jetzt flatterten auch beim Münchner Star-Ensemble die Nerven, selbst Bayerns Bestem Danilo Barthel unterlief ein Fehlpass. Doch Barry Stewarts Dreier klatschte an den Ring, die Tübinger Aufholjagd fand kein Happy-End. Mit sechs verwandelten Freiwürfen machten Reggie Redding (der Ex-Tübinger fiel am Samstag nicht besonder auf) und Alex Renfroe dann doch noch den Deckel drauf, der Favorit war mit dem berühmten blauen Auge davon gekommen.

„Wir mussten dem Malaga-Trip heute Tribut zollen“, sagte Bayerns Coach Djedovic und bat um Nachsicht für seine vom Europapokal gestressten Stars, die am Mittwoch noch in Spanien gespielt hatten. Angesichts der Doppelbelastung bekommt der Münchener Luxus-Kader nochmals glanzvollen Zuwachs: Nick Johnson, der für die Houston Rockets 28 NBA-Spiele absolvierte, zuletzt bei den Orlando Magic aber nicht berücksichtigt wurde, soll den Aufbau stärken. Die Tigers haben andere Sorgen: Nächste Woche wartet im Heimspiel gegen Oldenburg bereits der nächste dicke Brocken, dann kommen mit Hagen, Bayreuth und Vechta drei schlagbare Gegner. In der Verfassung der zweiten Hälfte vom Samstag ist den Tigers jedenfalls einiges zuzutrauen. Das findet auch der Trainer: „Die Mannschaft hat Charakter bewiesen“, sagte McCoy, „die Art und Weise, wie wir die Begegnung beendet haben, stimmt mich positiv.“

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30.10.2016, 20:00 Uhr

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