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Zur Zeit sind viele kleine Igel unterwegs
Symbolbild: Kuball
Naturschutz

Zur Zeit sind viele kleine Igel unterwegs

Wegen des trockenen Sommers fehlte den Tieren Nahrung, sagt der BUND. Die Experten raten aber, sie nur im Notfall ins Haus zu nehmen.

25.11.2016
  • uja

Sie sind gerade mal so groß wie ein Apfel: Die Igel, die derzeit durch etliche Gärten streifen. Die kleinen Igel rufen offenbar die Beschützerinstinkte etlicher Gartenbesitzer hervor. Die Geschäftsstelle des BUND-Regionalverbands Neckar-Alb jedenfalls erhielt etliche Anfragen, wie man den kleinen Gesellen helfen kann.

Laut BUND sind die Tiere vermutlich deshalb so mager, weil sie im Sommer und Herbst wegen der Trockenheit nur wenig Schnecken oder Regenwürmer fanden. Die Experten raten dennoch davon ab, die Igel ins Haus zu nehmen: Wenn ein auf der Terrasse oder im Garten gefundener Igel nicht eindeutig krank oder geschwächt wirkt, sollte man ihn in Ruhe lassen.

Igel nur unterstützen

Igel hätten gerade bei warm-feuchter Witterung wie derzeit noch Zeit, sich den für den Winterschlaf notwendigen Speckvorrat anzufressen. Und zweitens sei eine Überwinterung dieses Wildtiers im Haus (mit Wurmkur, Entfernen von Fellparasiten, Füttern, Käfig reinigen) mit monatelangem Aufwand verbunden.

Wer „seinen“ Igel bei der Futtersuche unterstützen will, solle besser zum Beispiel Katzentrockenfutter und Wasser (keinesfalls durchfallverursachende Milch!) hinstellen – allerdings nur, wenn der Igel auftaucht und man einigermaßen sicher sein kann, dass man damit nicht die Katzen in der Nachbarschaft durchfüttert. Nur wenn man nach Wintereinbruch und bei anhaltendem Bodenfrost oder Schnee noch Igel auf Nahrungssuche sieht, kann es sinnvoll sein, sie ins Haus zu nehmen.

Der BUND weist darauf hin, dass man den nützlichen Stacheltiere grundsätzlich am besten hilft, wenn man Gärten nicht „kehrwochensauber“ hält, sondern Unterschlupfmöglichkeiten und Verbindung zu benachbarten Grünflächen schafft sowie keinerlei Pestizide einsetzt.

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25.11.2016, 01:00 Uhr

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