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Kommentar

Zurück zum Monopol

24.11.2015
  • THOMAS VEITINGER

Natürlich will die Deutsche Telekom Geld verdienen. Das ist verständlich. Auch, dass sie sich Wettbewerber vom Hals schaffen will. Dass dem Konzern dabei aber die Bundesnetzagentur hilft, ist ungeheuerlich. Ein regulatorischer Sündenfall, den die Politik sofort stoppen sollte.

Nur zur Erinnerung: Die Netzagentur versteht sich als Regulierer, „um die Herstellung eines funktionsfähigen Wettbewerbs im Telekommunikationsmarkt zu gewährleisten“. Warum also erlaubt die Behörde dann der Telekom, dass sie Konkurrenten den bereits vorhandenen direkten Draht zum Kunden nimmt? Warum gibt sie dem Ex-Monopolisten so viel Macht?

Die Telekom will Gebiete ausbauen, die für sie lukrativ sind. Es wird in eine veraltete Kupferkabel-Technologie investiert, die eine zu langsame Geschwindigkeit bietet. Darunter leidet der Technologiestandort Deutschland. Der Vorsprung anderer Länder beim Breitband wird noch größer.

13 Verbände haben sich zusammengetan, um vor den Folgen dieser Fehlentscheidung zu warnen - neben den Konkurrenten des rosa Riesen auch der Bauernverband und der Landkreistag. Vergebens. Statt Wettbewerb und schnellem Glasfasernetz gibt es hierzulande bald Monopol und Postkutschentempo.

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24.11.2015, 08:30 Uhr | geändert: 24.11.2015, 06:01 Uhr

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