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Kommentar: Energiewirtschaft

Zusätzliche Dynamik

25.11.2015
  • NIKO FRANK

Es gibt in diesen vom Terror überschatteten Tagen auch noch gute Nachrichten: Mit der Allianz verabschiedet sich einer der größten Anleger von der konventionellen Stromwirtschaft. Damit bekommt die Energiewende eine zusätzliche und ziemlich neue Dynamik: Jetzt treiben sie auch die Kräfte des Marktes voran. Alles richtig gemacht, heißt dies im Rückblick auf den von Rot-Grün eingeleiteten ökologische Umbau der Stromwirtschaft - auch wenn mit Angela Merkel eine CDU-Kanzlerin die Abkehr vom Atomstrom erst unumkehrbar gemacht hat. Es ist fraglos wichtig, dass die Energiewende mit dem Umstieg des Münchner Versicherungsriesen auf die Erneuerbaren einen weiteren Schub erfährt.

Zur selben Medaille gehört aber dies: Dieser Rückzug aus der konventionellen Stromwirtschaft schwächt die Alt-Versorger zusätzlich, die wegen des Siegeszugs der Regenerativen schwer unter Druck stehen. Mitleid muss man mit Eon, RWE und Co nicht haben. Sie sind selbst für ihre Krise verantwortlich, weil sie viel zu lange von Ökostrom viel zu wenig wissen wollten. Sorgen machen muss vielmehr die Sicherheit der Stromversorgung. Geraten die Konzerne tatsächlich ins Trudeln, werden Stromausfälle zu einer realen Gefahr. Genau das kann sich das Hightech-Land Bundesrepublik nicht leisten.

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25.11.2015, 08:30 Uhr | geändert: 25.11.2015, 06:01 Uhr

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