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Zwei Neue mit vielen Ideen
Haben sich im Kinder- und Jugendbüro schon gut eingearbeitet: Der 16-jährige Timo Neidinger macht dort ein Freiwilliges Soziales Jahr, Heidi Fronius (27 Jahre) eine PiA-Ausbildung – jeweils als Erste. Bild: cap
Kinder und Jugend

Zwei Neue mit vielen Ideen

Heidi Fronius und Timo Neidinger verstärken als erste PiA-Azubine und erster FSJler seit September das Kinder- und Jugendbüro.

13.10.2016
  • Cristina Priotto

Über Verstärkung freut sich die Sulzer Stadtjugendpflegerin Gertrud Teller seit September: Timo Neidinger und Heidi Fronius sind zum Team des Kinder- und Jugendbüros gestoßen. Im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE erzählt das Duo von der Motivation, den Aufgaben und den Freuden der Arbeit.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Kinder- und Jugendbüro der Stadt Sulz hat es bisher noch nie gegeben – und ohne die Initiative eines jungen Fischingers wäre die Stelle vermutlich auch nicht so schnell geschaffen worden. Timo Neidinger fragte nach der Mittleren Reife an der Lina-Hähnle-Realschule im Sulzer Rathaus, ob es die Möglichkeit zu einem FSJ gäbe. Der Vorschlag stieß bei der Stadtverwaltung auf Zustimmung, und so konnte der 16-Jährige aus Fischingen loslegen. „Ich will meine Kompetenzen im sozialen Bereich stärken und finde die Einblicke in soziale Arbeit sehr interessant“, begründete der junge Mann am Mittwoch die Entscheidung. Ursprünglich wollte Neidinger eine Ausbildung bei der Polizei machen, doch zum Zeitpunkt der Bewerbung war der damalige Realschüler mit 15 Jahren dafür noch zu jung – das Mindestalter liegt bei 16,5 Jahren.

Zu den Aufgaben des jungen Mannes gehören unter anderem Tätigkeiten im Büro im Bergfelder Rathaus oder das Zusammenstellen von Aktivitäten für den Jahresbericht für den Gemeinderat. Ein besonderes Faible hat Timo Neidinger jedoch für Kreatives: „Ich durfte einen Kalender mit Robbe für unser Kooperationsprojekt mit der Grundschule gestalten“, erzählt der 16-Jährige mit leuchtenden Augen. Zudem kümmert der neue FSJler sich im Schülercafé unter anderem um die Garten-AG und zeigt darüber hinaus Präsenz im Jugendclub.

Von Tagesmutter zu Jugendarbeit

Einiges an Berufs- und Lebenserfahrung bringt indes Heidi Fronius mit: Die 27-Jährige ging nach dem Abitur am Albeck-Gymnasium zunächst ein Jahr nach Paraguay und arbeitete dort auf einem Pferdehof.

Zurück in Deutschland, jobbte die Sulzerin erst bei der Post und machte parallel ein Fernstudium zur Buchhalterin. Anschließend sattelte Fronius noch eine Ausbildung zur Tagesmutter drauf und arbeitete drei Jahre in diesem Beruf. Im Sulzer Mitteilungsblatt entdeckte die 27-Jährige die PiA-Ausschreibung. „Bei der Anzeige dachte ich: Diese Stelle ist wie für mich geschaffen“, erzählt die angehende Erzieherin mit sichtbarer Freude. Während die ehemalige Tagesmutter bislang nur mit Unter-Dreijährigen zu tun hatte, kann die neue Mitarbeiterin im Kinder- und Jugendbüro durch diese Arbeit das Altersspektrum erweitern. Dank der Vorbildung sind Heidi Fronius‘ Aufgaben schon recht umfangreich: Um die Betreuung des Mädchen-Cafés in Bergfelden und das neue Angebot „Kuno-Weltentdecker“ für die Erstklässler der Bergfelder Grundschule kümmert die junge Frau sich weitgehend selbstständig. Hinzu kommen Büroarbeiten und das Vorbereiten der Regel- und Zusatzangebote. An zwei Tagen pro Woche besucht die 27-Jährige die Edith-Stein-Schule in Rottweil, insgesamt dauert die Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin drei Jahre.

Die erste gemeinsame Erfahrung für den FSJler und die PiA-Azubine war das Indianerlager des Sulzer Sommer-Spaßes und des Holzhauser Ferienspaßes im September.

Gertrud Teller ist glücklich über den personellen Zuwachs: „Ich genieße es, dass ich ein Team um mich herum habe, das wächst“, freut sich die Leiterin des Kinder- und Jugendbüros. Selbstverständlich ist es für die Stadtjugendpflegerin, die neuen Mitarbeiter eigene Ideen einbringen zu lassen – und genau das schätzen auch Heidi Fronius und Timo Neidinger: „Es ist toll, dass wir als vollwertige Personen gesehen werden, Mitspracherechte haben, Eigenverantwortung übernehmen und selbst Vorschläge machen dürfen, die dann auch umgesetzt werden“, ist die PiA-Azubine nach den ersten Wochen hellauf begeistert. Der FSJler mag die Teamarbeit ebenfalls, zudem freut den 16-Jährigen, „dass ich meiner Kreativität freien Lauf lassen kann“.

Die nächsten Außeneinsätze der beiden Neulinge im Kinder- und Jugendbüro sind am 4. November beim Kinomobil im „Café Ambiente“ und beim Kindercafé von „Sulz erstrahlt“ am 25. November.

Zumindest für Heidi Fronius käme es langfristig „auf jeden Fall in Frage, hierzubleiben“. Timo Neidinger will sich indes noch nicht festlegen. Die PiA-Azubine und der FSJler können ihre neuen Stellen aber schon jetzt weiterempfehlen.

Aufteilung der Arbeit im Kinder- und Jugendbüro:

StadtjugendpflegerinGertrud Teller kümmert sich seit September 2011 mit einer mittlerweile 75 Prozent-Stelle hauptverantwortlich um das Kinder- und Jugendbüro Sulz, das seit Mai 2015 im Bergfelder Rathaus untergebracht ist.

Evi Drescher unterstützt die Leiterin des Kinder- und Jugendbüros acht Stunden pro Woche im Schülercafé.

Andreas Esslinger leitet acht Stunden in der Woche den Jugendclub, mit Thomas Braun, der sich um das Thekenteam kümmert.

Heidi Fronius ist die erste PiA-Azubine (Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin).

Timo Neidinger leistet dort als Erster ein Freiwilliges Soziales Jahr ab.

Ehrenamtlich sind Gabi Götz, Wilfried Kühne und Nina Ciglenecki-Köchel aktiv mit dabei.

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13.10.2016, 01:00 Uhr

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