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Zwei Todesopfer nach Tornado in Italien
In Cesano räumen Bewohner auf. Foto: dpa
Naturgewalt

Zwei Todesopfer nach Tornado in Italien

Schwere Unwetter haben die Region Latium heimgesucht. In Florenz droht eine Überschwemmung.

08.11.2016
  • WOLF WAGNER

Cesano. Die heftigen Unwetter von Sonntag haben in Italien zwei Todesopfer gefordert. In Ladislapoli hatte ein Tornado ein Dachsims eines mehrstöckigen Wohnhauses beschädigt, ein indischer Bewohner wurde von herabfallenden Steinen erschlagen. In Cesano starb ein 64-jähriger Pensionär unter einem umgestürzten Baum.

Der Wirbelsturm, der über die Küstenregion Latiums fegte, richtete erhebliche Schäden an. Mehr als 400-mal mussten die Feuerwehren ausrücken, um umgestürzte Bäume zu beseitigen oder die Straßen um beschädigte Häuser zu sichern. Die Staatsstraße Via Aurelia, die Nordsüdverbindung an der tyrrhenischen Küste, wurde ebenso gesperrt wie die parallel verlaufende Eisenbahnstrecke. Auch aus der südlichen Toskana vermeldeten Feuerwehr und Zivilschutz Überschwemmungen nach anhaltenden Regenfällen.

Noch vergangenen Freitag feierten die Florentiner ihre „Engel des Schlamms“ – 50 Jahre waren seit der verheerenden Flutkatastrophe vergangen, die in der Arnometropole Menschenleben forderte und Schäden an Stadt und Kunstwerken anrichtete. Doch am Wochenende kam der Wetterumschwung. Seither führt der Arno Hochwasser und eine Überschwemmung ist nicht ausgeschlossen. Die Feuerwehren des toskanischen Hauptortes bargen Fahrzeuge und Container aus dem mit hoher Geschwindigkeit strömenden Fluss. Die Pegelstände lagen deutlich über dem Niveau der Altstadtstraßen, bei 5,50 Metern wurde die zweithöchste Alarmstufe ausgelöst. Bis Montagmittag hielten jedoch die Ufermauern das Wasser ab.

Im Umkreis von Arezzo wurde eine Straßenbrücke unterspült und weggerissen, Schlammlawinen sperrten Landstraßen ab. In Siena musste der Universitätscampus nach anhaltendem Regen geräumt werden. Eine Metrolinie in Rom, die vom Regenwasser überflutet war, wurde zeitweilig eingestellt.

Die Menschen in den Erdbebenzonen von Umbrien und Marken waren ebenfalls sintflutartigen Unwettern ausgesetzt. Etliche mussten die Zeltunterkünfte verlassen und in Sporthallen Unterschlupf suchen.

Das schlechte Wetter soll in den kommenden Tagen noch anhalten, ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet dreht sich über Italien. Wolf H. Wagner

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08.11.2016, 06:00 Uhr

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