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Zwei, drei Minuten später…
An dieser Stelle sind die Kinder ins Eis eingebrochen. Bild: Rebmann
Rettungsaktion

Zwei, drei Minuten später…

Den beiden am Montag vor dem Ertrinken geretteten Kindern ging es laut Polizei gestern „schon wieder etwas besser“.

14.12.2016
  • Reinhard Seidel

Wie berichtet, hatte am Montagabend die Empfinger Feuerwehr einen zwölfjährigen Jungen und ein dreizehnjähriges Mädchen aus Empfingen gerettet, die durchs dünne Eis des Tälesee eingebrochen waren. Das DRK brachte die Beiden völlig unterkühlt ins Kreiskrankenhaus Freudenstadt.

Der Kommandant der Empfinger Feuerwehrabteilung, die mit 15 Mann ausgerückt war, lobte gestern seine Wehrmänner. Hauser: „Die Mannschaft hat top funktioniert.“ Die Alarmierung sei um 16.54 erfolgt, schon sechs, sieben Minuten später sei man am Tälesee gewesen.

Dort standen Uwe Müller und ein paar Kinder, das Mädchen sei schon recht nah am rettenden Ufer gewesen, der Junge etwa drei Meter vom Ufer entfernt. Man habe das Mädchen herausgezogen und dem Jungen zunächst eine Schwimmweste zugeworfen und ihn dann ebenfalls ans Ufer geholt. Die beiden eingebrochenen Kinder seien schon ziemlich entkräftet und total unterkühlt gewesen. Hauser: „Das war kurz vor knapp, zwei drei Minuten später…“ – er lässt das Ende des Satzes offen.

Da das DRK noch nicht vor Ort war, nahm die Wehr die Kinder für Minuten zum Aufwärmen ins Feuerwehrfahrzeug und übergab sie dann an den Rettungsdienst.

In Bereitschaft hielten sich weitere zehn Feuerwehrleute im Magazin am Öschwiesenweg auf.

Das Problem an der Unfallstelle war, so Rolf Hauser, dass der Uferrand des Sees dort schon nach einem Schritt etwa eineinhalb Meter tief abfällt. Außerdem sei der Untergrund richtig schlammig.

Hauser dankt aber nicht nur seinem Team, sondern ausdrücklich auch Uwe Müller, der sofort den Notruf gewählt habe. Die Polizei bestätigt, dass „ein Fußgänger“ die 112 gewählt hat, die Leitstelle in Freudenstadt habe dann die Polizei und die Feuerwehr alarmiert, damit die Rettungsaktion sofort starten konnte.

Die Polizei bittet erneut die Eltern, Kinder auf die Gefahr des möglichen Einbrechens auf zugefrorenen Gewässern aufmerksam zu machen. Und da Eis nicht nur Kinder „reize“, so der Polizeisprecher, dürften natürlich auch Erwachsene nur von Behörden
freigegebene Eisflächen gefahrlos betreten.

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14.12.2016, 01:00 Uhr

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