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Viele gute Berufsperspektiven in Sulz

Zweite KAZ-Ausbildungsmesse ist ein voller Erfolg / Firmen und Schüler knüpfen wichtige Kontakte

Die Zukunft der örtlichen Betriebe und der Sulzer Jugend scheint gesichert: Zur zweiten Sulzer KAZ-Messe kamen gestern rund 2000 Schüler. Rund 50 Unternehmen informierten über ihre Ausbildungsberufe.

12.05.2012
  • cristina priotto

Sulz. Nach der sehr guten Resonanz bei der Premiere im Vorjahr schien eine Wiederholung der Ausbildungsmesse „KAZ – Kontakte, Ausbildung, Zukunft“ quasi obligatorisch. Der Erfolg hat den Initiatoren auch diesmal Recht gegeben: Die KAZ ist für Schüler und für viele Sulzer Firmen zu einer wichtigen Plattform geworden, um sich gegenseitig kennenzulernen.

Am Freitagvormittag kamen Schüler der Mittel- und Oberstufen aller weiterführenden Sulzer Schulen sowie aus Vöhringen, Empfingen und Dornhan in den Backsteinbau. Die Lehrer hatten die Jugendlichen gut vorbereitet und mit Laufzetteln ausgestattet. So schlenderten die Jungen und Mädchen an den Ständen entlang. Immer wieder äußerten sie ihr Staunen ob der Vielfalt an beruflichen Perspektiven in Sulz.

Wie wichtig generelle Orientierung im Angebotsdschungel ist, stellte auch Gabi Mei von der Agentur für Arbeit fest. „Viele Schüler wollen wissen, welche Berufe es überhaupt gibt und wie man einen passenden Ausbildungsplatz findet“, merkte sie in Gesprächen. Ähnliche Erfahrungen machten die Vertreter der Industrie- und Handelskammer. Sie hatten zudem Informationen für Überbrückungs- und Studienmöglichkeiten für Abiturienten dabei.

Die Betriebe hatten bewusst ihre Auszubildenden an die Stände geschickt. „Sie können besser vermitteln, was man als Azubi in einem Betrieb macht“, begründete Frank Bühler, Ausbildungsleiter bei der Firma Lupold Hydrotechnik, dies. „Die Hemmschwelle ist niedriger, auf fast Gleichaltrige zuzugehen“, stellte auch Timo Bossenmaier fest, der bei Sturm im zweiten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Anlagemechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist.

Häufig lagen Listen aus, in die sich interessierte Schüler eintragen konnten. „Einige gut vorinformierte Schüler haben konkret nach dem Berufsziel Altenpflegehelfer oder Altenpfleger gefragt“, freute sich Altenpflegerin Barbara Otte.

Manche Schüler waren aber nicht nur zum Gucken auf der KAZ, sondern sie gehörten selbst zu den Beteiligten: Die Juniorfirma „Lakaj“ der Werkrealschule konnte viele ihrer Design-Taschen aus Plastiktüten verkaufen, und von der Elly-Heuss-Knapp-Schule waren ebenfalls Vertreter der dortigen Schülerfirmen an Ständen präsent.

Erstmals dabei war in diesem Jahr das Projekt „PraxisParcours“ der Evangelischen Gesellschaft aus Stuttgart. An sich nie auf Messen vertreten, erfreute sich der spielerisch gestaltete Überblick über rund 40 technische und handwerkliche Berufe bei Jungen und Mädchen großer Beliebtheit. Auf der Bühne der Stadthalle konnten die Schüler, nach Geschlechtern getrennt, ihr technisches Geschick und ihr Wissen testen. Schleifen, Elektrokabelmontieren oder Werkzeuge bestimmen war angesagt. „Das ist voll cool“, brachten einige ob ihrer technischen Fähigkeiten selbst erstaunten Schülerinnen ihre Erfahrungen auf den Punkt. Seitens der Lina-Hähnle-Realschule beaufsichtigte Nicolay Nowak, Beauftragter für Berufsorientierung, seine Schützlinge – und staunte ebenfalls über deren Geschick. „Wir wollen damit insbesondere Mädchen für Ausbildungsberufe, gerade im Bereich der Metall- und Elektroindustrie begeistern“, erklärte Betreuerin Nina Klingele.

Ständig zwischen den Ständen unterwegs war KAZ-Mit-Initiatorin und -Organisatorin Sabine Kitzlinger. „Die Schüler sind sehr interessiert und gut vorbereitet“, stellte Kitzlinger fest. Ein insgesamt positives Feedback erhielt sie bis am späten Nachmittag auch durch die meisten Firmen. Lediglich die Betriebe, deren Standplatz am Rand des Foyers lag, hätten sich mehr Zulauf gewünscht. Sabine Kitzlinger sammelte solche Anregungen und versprach, nach Verbesserungsmöglichkeiten für die nächste KAZ zu suchen.

Um auf sich aufmerksam zu machen, setzten viele Unternehmen auf besondere Hingucker oder lockten mit allerlei Geräten zum Ausprobieren, boten Gewinnspiele oder verschenkten Kleinigkeiten.

Den ganzen Tag über, besonders aber am späten Vormittag, hatten die engagierten Eltern der Fördervereine der Sulzer Schulen alle Hände voll zu tun, um die hungrigen und durstigen Messebesucher zu versorgen.

Als Bürgermeister Gerd Hieber, Wirtschaftsförderer Hartmut Walter und einige Mitglieder des Handels- und Gewerbevereins um die Mittagszeit einen Rundgang durch den Backsteinbau machten, war der große Ansturm der Schüler schon vorbei. Hieber tauschte sich mit den Auszubildenden an den Ständen ebenso aus wie mit den Firmenvertretern.

Am Nachmittag kamen zwar keine Schulklassen mehr, dafür suchten viele Jugendliche in Begleitung ihrer Eltern das persönliche Gespräch mit den Firmenvertretern.

Diese hatten viele guten Nachrichten: Aus der Erfahrung des Vorjahrs konnten mehrere Aussteller bestätigen, dass sich auf der KAZ durch erste Kontakte zu Schülern Praktika ergeben hätten, auf die in etlichen Fällen erfolgreiche Bewerbungen folgten. „Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hier ist derzeit gut“, weiß Lupold-Personalchef Thomas Kienzle. Beste Chancen also für die Sulzer Jugendlichen, vor Ort fündig zu werden.

Zweite KAZ-Ausbildungsmesse ist ein voller Erfolg / Firmen und Schüler knüpfen wichtige Kontakte
Vormittags strömten die Sulzer Schüler klassenweise in die Stadthalle. Dank des etappenweisen Ansturms hatte jeder die Chance, den Firmen Fragen zu stellen.

Zweite KAZ-Ausbildungsmesse ist ein voller Erfolg / Firmen und Schüler knüpfen wichtige Kontakte
Viele Möglichkeiten zum Ausprobieren gab es auf der KAZ. Bei Stuckateur Klaus Kitzlinger (rechts) konnten Schüler zum Beispiel Styropor-Buchstaben aussägen.

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12.05.2012, 12:00 Uhr

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