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Frankreich

Zwölfjähriger im Schulbus erschossen

Mit einem Schuss in die Brust ist ein zwölfjähriger Franzose im Schulbus getötet worden. Die Polizei verdächtigt einen 13-jährigen Mitschüler der Tat.

18.11.2015
  • DPA

Hégenheim Ein Arsenal von 150 Waffen hat die Polizei im Elternhaus eines 13-jährigen Jungen gefunden, den sie verdächtigt, einen zwölfjährigen Mitschüler in Hégenheim (Frankreich) erschossen zu haben. Es handle sich um Sport- und Jagdwaffen, sie gehörten dem Vater, berichtete die Polizei. Der Zwölfjährige war am Montag mit einer Schusswunde in der Brust in einem Bus vor dem Collège des Trois Pays (Drei-Länder-Schule) aufgefunden worden.

Der Schuldirektor hatte gegen 16 Uhr einen Knall gehört, berichtet der Fernsehsender France 3. Er habe sofort Alarm ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt war er davon ausgegangen, dass ein Feuerwerkskörper im Schulbus gezündet worden war.

Das Opfer, ein Schüler der siebten Klasse, war jedoch von einem Projektil getroffen worden. Als die Rettungskräfte eintrafen, hatte der Junge bereits einen Kreislaufstillstand. Er konnte nicht wiederbelebt werden.

Zum Zeitpunkt der Tat befanden sich außer dem Zwölfjährigen noch mehr als 30 Schüler im Bus. Wegen der Gefahr für die Kinder war die Polizei mit einem Großaufgebot angerückt.

Als Polizisten den Bus durchsuchten, fanden sie bei dem 13-jährigen Jungen eine Pistole. Sie nahmen ihn in Gewahrsam. Möglicherweise hatte er die Waffe aus dem Fundus seines Vaters entwendet.

Nach Angaben des Staatsanwalts Dominique Alzéari wird noch untersucht, ob es sich um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat handelte, berichten französische Medien. Bisher ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht sicher, ob der 13-Jährige wirklich der Täter und die Pistole die Tatwaffe ist.

Die Schüler des Collège gedachten des Getöteten mit einer Schweigeminute. Der Vorfall ist im Süden des Elsass an der Grenze zur Schweiz passiert.

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18.11.2015, 12:00 Uhr

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