Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Zynismus

Leserbrief zum Thema Obdachlosigkeit in Tübingen (19. Januar).

20.01.2017

Von Christl Glauder, Rottenburg

Welch unglaublicher politischer Zynismus spricht eigentlich aus diesem Artikel. Bei Obdachlosen handelt es sich in der Regel um Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen keine Wohnung mehr haben. Die Hauptgründe aber, echte, wahre und einzige Hauptgründe sind folgende: Der langjährige Unwille der Politik dafür zu sorgen, dass es genügend bezahlbaren Wohnraum für alle gibt, und das Zurückfahren der Sozialarbeit auf verschiedensten Ebenen, sei es in der Bezahlung, der Ausbildung oder der Einrichtung zuverlässiger Ansprechpartner/innen. Wenn es schlichtweg keine Wohnungen gibt, wo sollen denn die sogenannten Randgruppen der Gesellschaft unterkommen? Diese Menschen sind zu einem großen Teil psychisch und/oder physisch krank, vereinsamt, verarmt und vor allem hilflos. Sie brauchen jemanden, der sich ihrer annimmt, sie an die Hand nimmt, begleitet, betreut und dafür sorgt, dass ein menschenwürdiges Leben stattfinden kann. Die meisten sind in der Grauzone zwischen Behinderung und Nichtbehinderung gefangen und erhalten deshalb keine Unterstützung. Diese Menschen brauchen jemanden, der aktiv auf sie zugeht, weil sie oft weder wissen, wo noch wie sie um Hilfe bitten können.

Diese Möglichkeiten zu schaffen ist eine politische Aufgabe und unter dem Strich würden wir alle davon profitieren.

Zum Artikel

Erstellt:
20. Januar 2017, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Januar 2017, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2017, 01:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Aus diesem Ressort