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Der OB macht seinen Vize nass

Fast 1000 Besucher und Mega-Stimmung bei der Neu-Eröffnung des Neckarbads

Rund 1000 Besucher jeden Alters zählte das Horber Neckarbad am Samstag, als dieses in großem und ausgelassenem Stil nach knapp viermonatiger Umbau- und Sanierungsphase wieder offiziell seine Pforten öffnete. Überall sah man nur strahlende Gesichter und Oberbürgermeister Peter Rosenberger hatte die Lacher auf seiner Seite, als er beim „Arschbomben“-Wettbewerb Jury-Vorstand und Stellvertreter Jan Zeitler im wahrsten Sinne des Wortes „nass“ machte. Jetzt fehle eigentlich nur noch eine zeitgemäße Saunalandschaft im Freien, meinten viele.

11.01.2016
  • Willy Bernhardt

Horb. Viele Besucher hatten sich hierfür angemeldet und alle sprangen sie, mehr oder weniger, anspruchsvolle „Arschbomben“ vom Drei-Meter-Sprungbrett aus – bis auf Rosenberger. Der sprang nach links ins Becken und spritzte damit Zeitler und dessen Jury-Mitglieder Albrecht Dietz und Bademeister Anton Bächle pitschnass. Doch zuvor ging es im Neckarbad gemächlicher zu, wenngleich sich ab 11 Uhr dorthin ein wahrer „Run“ entwickelt hat und bis auf die Grünen alle im Horber Gemeinderat vertretenen Fraktionen auch vor Ort waren.

Los ging es zunächst mit Wassergymnastik von der AOK, ehe der Tauchsportclub Sulz/Horb zum Schnuppertauchen eingeladen hatte. Dann wurde es offiziell. Peter Rosenberger nahm in zünftiger „Bade-Kluft“ die dank guter Beschallung überall vernehmbare Begrüßung vor und sprach mit der Beendigung von den Renovierungs- und Sanierungsarbeiten von einer „Punktlandung“, was auch die Bauphase von knapp vier Monaten anbelangt. Insgesamt seien 1,7 Millionen Euro investiert worden und der OB dankte ausdrücklich dem Gemeinderat für dessen Zustimmung zu diesem gesamtstädtischen Projekt. Die Wasser- und Energietechnik sehe man zwar nicht, entspreche aber dem aktuellsten Stand der Dinge. Das gefilterte Wasser hätte sogar Trinkwasserqualität. „Horb geht jetzt schwimmen und garantiert nicht baden“, meinte Rosenberger schelmisch. Sein ausdrücklicher Dank galt der neuen Stadt-Architektin Barbara Kück – „Sie haben damit ihr frühes Meisterstück abgelegt“ – sowie Stadt-„Stromer“ Gerhard Struck und Jürgen Wütz und nicht zuletzt dem Hausmeister-Trio Fritz Stromberger, Markus Hoffmann und Anton Bächle. Auch Hallenbad-Gastronom Lucio Piano, der stolz verkündete, dass er 250 Pizzas an diesem Tage gebacken habe, hätte in seiner Küche nun professionelle Voraussetzungen. Dann sprang Rosenberger erstmals ins Wasser.

Danach gehörte die Hallenbad-„Bühne“ Gerhard Struck, Fritz Stromberger und Frohnatur Barbara Kück, die mit einem Überraschungs-Sketch aufwarteten und anschließend gleichfalls im Wasser landeten.

Beim mit Spannung erwarteten „Arschbomben“-Wettbewerb war neben Rosenberger auch Gemeinderat Rodolfo Panetta (Republikaner) dabei, der zwar für mächtig Wasserverdrängung sorgte, aber ebenso wenig etwas mit der Entscheidung zu tun hatte, wie Peter Rosenberger. Die auf Augenhöhe beurteilende Jury aus Jan Zeitler, Albrecht Dietz und Anton Bächle konnte am Ende Christian Heine aus Oberaichen zum Sieg gratulieren. Zweiter wurde der Mühlener Christian Zatti vor Eugen Dizer aus Horb. Zum Abschluss war dann noch eine Demonstration in Sachen Kanu-Polo sowie ein Kerzenschwimmen angesagt, wobei die neue Farbenpracht im Hallenbad auf jeden einen eigenen Zauber aufwies.

Fritz Stromberger, seit 1980 Bademeister in Horb, war schlicht baff, dass sich bereits zum Zeitpunkt der Öffnung des Hallenbads um 11 Uhr so viele Besucher dort eingefunden hatten. Dies mag zwar damit zu tun gehabt haben, dass die Stadt Horb jedem Gast eine Pizza-Schnitte von Lucio Piano spendierte, aber viel mehr sei es doch das Ende der langen und Hallenbad-losen Zeit gewesen, welches die Gäste in so großer Schar ins neu sanierte Hallenbad strömen ließen. Stromberger hat darunter viele Stammschwimmer und auch Familien ausgemacht. Jetzt fehle eigentlich nur noch eine moderne Saunalandschaft, richteten Stromberger und Architektin Kück den Blick bereits nach vorne. Immerhin habe Horb ein riesiges Einzugsgebiet zwischen Rottweil, Calw und Sindelfingen. Auf die Menschen „abgestimmt“ sei das Bad aber schon jetzt, „denn wir haben nur an vier Tagen im Jahr geschlossen“, meinte Fritz Stromberger nicht ohne Stolz.

Barbara Kück, die von einem großen privaten Fan-Club begleitet wurde, ist indessen einfach nur glücklich ob dem, was in den zurück liegenden vier Monaten geleistet wurde. Sie, die früher selbst Schwimmerin war, hebt insbesondere die klima- und engerietechnischen Errungenschaften hervor, die da geschaffen wurden. Dies passe zudem exzellent in die Strategie und das Ziel der Stadt Horb für eine klimaneutrale Kommune. Alle Gewerke hätten sehr gut zusammen gearbeitet und auch die Kooperation gerade mit Fritz Stromberger und Gerhard Struck sei vorbildlich gewesen. „Die Chemie zwischen uns hat von Beginn an gestimmt und es tut gut, wenn die Stadt solche Mitarbeiter hat.“ In den nächsten zwei Wochen werde noch an der Beleuchtungstechnik gearbeitet, so dass dann alles auf LED umgestellt sei „und wir die Kosten hierfür in vier Jahren wieder herein holen“. Und Barbara Kück freut sich noch auf zwei weitere Dinge: So gibt es künftig einmal monatlich ein Candle-Light-Schwimmen mit wechselnd beleuchteter Bikini-Bar sowie einen Beamer, der Fische an die Decke projiziert. „Das gibt dann in der Summe eine richtig schöne Unterwasserwelt“, frohlockt die neue städtische Architektin.

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11.01.2016, 01:00 Uhr

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