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Immer weniger Raucher, immer mehr Dampfer
Bild: ©istock.com/Anetlanda

Immer weniger Raucher, immer mehr Dampfer

13.11.2017
  • Felix Bath

Zu den erfreulichsten Statistiken der letzten Jahre gehört die immer weiter sinkende Zahl der Raucher. Vor allem bei jungen Menschen ist die Zigarette hoffnungslos out. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Jugendliche kein Interesse an Genussmitteln haben: Sie ziehen lediglich Alternativen wie die E-Zigarette oder die Shisha (Wasserpfeife) vor.

Nur noch 10 Prozent der Teenager rauchen

Besonders drastisch ist der Rückgang erfreulicherweise bei Jugendlichen. Rauchten in der Altersgruppe der 13-17-jährigen vor der Jahrtausendwende noch knapp 30 Prozent, sind es heute nur noch 10 Prozent. Bei den jungen Erwachsenden (18-25 Jahre) sank die Zahl immerhin von knapp 50 Prozent auf unter 30 Prozent. Männer rauchen dabei über alle Altersgruppen hinweg mehr als Frauen. Als starke Raucher/innen gelten immerhin nur noch 8% Prozent der Bevölkerung. Die WHO definiert starke Raucher als Personen, die täglich 20 Zigaretten oder mehr rauchen.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Zigaretten unter jungen Menschen so stark an Beliebtheit verloren haben. Zum einen haben die Aufklärungskampagnen erfolgreich bewirkt, dass Rauchen nicht mehr als „cool“ betrachtet wird, sondern als gesundheitsschädigend und als Belastung für nichtrauchende Umstehende. Dazu beschäftigen sich junge Menschen heute viel mehr mit gesunden Lebensstilen und gesunder Ernährung. Die Freizeit wird zunehmen mit dem eigenen Smartphone und Video on Demand zuhause verbracht, so dass auch die früher so beliebte Gruppendynamik in öffentlichen Bereichen wegfällt.

Alternative Genussmittel auf dem Vormarsch

Ein anderer Grund ist die steigende Beliebtheit alternativer Genussmittel. So greifen mittlerweile bis zu 3,5 Millionen Deutsche regelmäßig zur E-Zigarette. Diese bietet einen vergleichbaren Genuss, kommt jedoch ohne gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe wie das süchtig machende Nikotin aus. Von Umstehenden wird der erzeugende Dampf zudem als weniger lästig wahrgenommen. Der von manchen Medizinern und Politikern befürchtete Gateway-Effekt wurde längst widerlegt, das heißt die E-Zigarette ist für die allerwenigsten Anwender der Einstieg in den „normalen“ Zigarettenkonsum. Stattdessen kann sie Menschen bei der Rauchentwöhnung helfen, indem nach und nach Liquids mit immer weniger Nikotinanteil verwendet werden.

Immer beliebter geworden ist auch die orientalische Wasserpfeife, heute meist unter dem Namen Shisha bekannt. Shisha-Bars stärken das Gemeinschaftsgefühl unter jungen Leuten, die sich mit mehreren eine Wasserpfeife teilen. Allerdings ist die Shisha gesundheitlich bedenklich, denn bei ihr wird nikotinhaltiger Tabak verwendet. Viele junge Shisha-Nutzer wünschen sich daher mehr nikotinfreie Produkte mit Fruchtaromen und ähnlichem um dem Genuss auf weniger gesundheitsschädliche Art zu frönen.

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13.11.2017, 10:13 Uhr

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