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Die Töchter des chinesischen Gärtners

Bildschönes, nicht immer glaubwürdiges Drama um ein weibliches Liebespaar im China der achtziger Jahre.

Bildschönes, nicht immer glaubwürdiges Drama um ein weibliches Liebespaar im China der achtziger Jahre.

LES FILLES DU BOTANISTE
Frankreich

Regie: Dai Sijie
Mit: Mylène Jampanoi, Li Xiaoran, Wei Dong Wang

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

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24.11.2015
  • Katrin Peters

Mit „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ hat sich der chinesische Autor und Regisseur Dai Sijie international einen Namen gemacht. Auch in seinem neuen Werk „Die Töchter des chinesischen Gärtners“ spielt die Liebe eine Hauptrolle – diesmal als erotische Beziehung zweier Frauen. Beim World Film Festival in Montréal gewann der Film 2006 den Publikumspreis.

Die Halbchinesin Li Ming (Mylène Jampanoi) beginnt auf der Insel des Botanik-Professors Chen
(Dongfu Lin) ein Praktikum. In der exotischen Pflanzenpracht trifft sie auf die gleichaltrige Tochter des Professors, An (Li Xiaoran). Beide leiden unter Chens Strenge und kommen
sich näher. Aus ihrer Freundschaft wird zunächst zärtliche Zuneigung und später eine leidenschaftliche Liebe – die im China der 1980er absolut tabu war.

Um bei ihrer Freundin bleiben zu können, heiratet Li Ming den Bruder von An. Doch die fatale Entscheidung bringt das empfindliche Familiengleichgewicht aus dem Lot und die beiden Liebenden in große Gefahr.

„Die Töchter des chinesischen Gärtners“ beeindruckt mit einfühlsamer Musik und wunderschönen Bildern. Gedreht wurde in Vietnam – in China wurde der Film verboten. Die Liebe zwischen Li Ming und An illustriert Dai Sijie mit erotischen Liebesszenen, wobei tiefer gehende Dialoge leider etwas zu kurz kommen. Mylène Jampanoi und Li Xiaoran verkörpern das lesbische Liebespaar überzeugend, obwohl sie im wirklichen Leben nicht die gleiche Sprache sprechen: „Wir verstanden uns perfekt,wenn es bei den Einstellungen um Emotionen ging“, sagte die die Chinesin Li Xiaoran.

Leider wirkt die Story nicht in allen Teilen einleuchtend. Insbesondere das Ende ist nicht ganz glaubwürdig. Dennoch berührt die Geschichte der beiden Frauen, deren Liebe durch politische und gesellschaftliche Hindernisse erschwert wird. Trotz aller Kritik liebt Dai Sijie, der im französischen Exil lebt, sein Geburtsland: „Ich persönlich glaube immer noch, dass China mein Land ist. Ein schwieriges Land, aber trotz allem noch meine Heimat.“

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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07.07.2007

12:00 Uhr

max schrieb:

schlechte schauspieler, plakative handlung - weniger als mäßig



06.07.2007

12:00 Uhr

Jens schrieb:

Sehr schön tragisch! :..-)



27.06.2007

12:00 Uhr

error 404 schrieb:

mäßig. etwas für freunde von gärten, grünpflanzen und tragischen liebesgeschichten.



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