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Migration aus der Sicht der daheim gebliebenen Kinder.

Migration aus der Sicht der daheim gebliebenen Kinder.

AL OTRO LADO
Mexiko

Regie: Gustavo Loza
Mit: Sanaa Alaoui, Adrian Alonso

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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24.11.2015
  • ST

Es ist eine kleine sentimentale Liebeserklärung, die Jose Corbacho und Juan Cruz jenem Stadtviertel Barcelonas gewidmet haben, in dem sie selbst aufgewachsen sind. Von Einstellung zu Einstellung macht der Zuschauer Bekanntschaft mit verschiedenen Bewohnern dieses Viertels, sozusagen mehrere nebeneinander herlaufende Welten, die sich aber mit zunehmender Dauer schicksalhaft kreuzen und wo nicht, zumindest gegenseitig bespiegeln.

Da gibt es die Rentnerin Conchi, die Drogen an Jugendliche dealt und ihrem sterbenskranken Mann hilft; den Wirt Lolo, den seine Frau und Köchin sitzen lässt, was er zu vertuschen sucht, indem er einen chinesischen Koch einstellt. Raquel pflegt eine „stabile Internet-Beziehung“, läuft dann aber dem jungen Cesar über den Weg, der bis dato mit seinem Freund Opo hauptsächlich Sex aber wohl mehr im Kopf als real hatte. Und durch die leibhaftige Begegnung ähnlich aus dem Gleis gerät wie Raquel. Ein Hündchen wird anfangs aus einem Autogefängnis befreit, hoppelt durch den ganzen Film und erleidet ein tragisches Schicksal. Weil es in diesem Film nichts gibt, was ohne Schicksal bliebe.

Von einem wirklich großen Film unterscheidet Tapas, dass hier alle Charaktere eindeutig und ausnahmslos alles durchsichtig, liebevoll, charmant und anrührend ist. Auch Trennung, Schmerz und Tod können die versöhnliche Melancholie dieses Films nicht stören. Man verlässt das Kino in jener heiteren Wehmut, die vor allem in Tübingen Kinofilmen schon immer zu großer Beliebtheit verhalf. Weil dieser Film ganz offensichtlich so sein will, wie er ist, sich also nicht verhebt und auch noch ein paar sehr schöne Sequenzen hat, kann man ihn wirklich ziemlich lieb gewinnen.

Spielplan

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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