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Die zweigeteilte Frau

Claude Chabrol demontiert mal wieder die gutbürgerliche Fassade - diesmal mit einer fatalen Dreiecksgeschichte.

Claude Chabrol demontiert mal wieder die gutbürgerliche Fassade - diesmal mit einer fatalen Dreiecksgeschichte.

LA FILLE COUPEE EN DEUX
Frankreich

Regie: Claude Chabrol
Mit: Ludivine Sagnier, François Berléand, Benoît Magimel

- ab 0 Jahren

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24.11.2015
  • Wolfgang Hübner, AP/swp

Lyon ist eine schöne Stadt, Gabrielle eine der schönsten jungen Frauen dort. Das weiß ein notorischer Verführer wie der Schriftsteller Charles Saint-Denis zu schätzen. Er unternimmt alles, um die Wetterfee des lokalen TV-Senders ins Bett zu bekommen. Zwar ist der Starautor glücklich mit der patenten Dona verheiratet, aber in seiner diskreten Stadtwohnung treibt er es mit Gabrielle nach Herzenslust.

Doch es gibt noch einen anderen Mann, der nur zu gerne die Stelle von Saint-Denis einnehmen würde: der junge reiche Müßiggänger Paul Gaudens. Der ist gewohnt, das zu bekommen, was er haben will. Bei Gabrielle erfährt er seine Grenzen, obwohl sie durchaus Sympathien für den gut aussehenden Angeber entwickelt. Sie hat aber bei Saint-Denis nicht nur sexuelle Erfüllung gefunden, sondern sich auch in den alternden Herzensbrecher verliebt. Der allerdings sammelt nur eine weitere erotische Sensation, bis er von dieser genug hat.

Für Gabrielle ist es ein Schock, von ihrem Liebhaber fallengelassen zu werden. Es ist schließlich Paul, der sie aus ihrer Depression befreit und mit ihr nach Lissabon reist, ihrem Wunschziel. Welche Konsequenzen das hat, zeigt Claude Chabrols neuer Film "Die zweigeteilte Frau ".

Noch immer ist der 77-jährige französische Regisseur ein ebenso boshafter wie sarkastischer Beobachter der bürgerlichen Gesellschaft seines Landes. Der Blick auf diese ist im Alter etwas milder, die Vorliebe für attraktive Hauptdarstellerinnen größer geworden. Mit der kecken Ludivine Sagnier hat er eine Aktrice in der Rolle der Gabrielle besetzt, die glaubwürdig den Männern den Kopf verdreht. Jedoch findet sie in dem egozentrischen Genussmenschen Saint-Denis (hervorragend: François Berléand) ihren Meister, der seine Dominanz über die junge Frau schamlos ausnutzt. So was endet in aller Regel, bei Chabrol sogar ganz gewiss, nicht gut.

Saint-Denis Charakter beschreibt Chabrol so: "Er nimmt die Lust, wo er sie kriegen kann, aber er ist deswegen nicht grundsätzlich unsympathisch. " Da Chabrol selbst ein echter Genussmensch ist, kann das gar nicht anders sein. Hauptsache, wir Zuschauer genießen es mit.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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10.02.2008

12:00 Uhr

walker schrieb:

Meiner Meinung nach hat der Film sicher ein Paar Stärken. Z.B. größtenteils sehr starke Schauspieler, manche künstlerisch sehr gelungene Szenen, und auf jeden Fall sehr ästhetishce Wirkung. Was vielleicht nicht sehr überzeugt, ist die Geschichte im Ganzen. Aber gerade dadurch, konnte ich den Film in einzelnen Aspekten (einzelne Szenen, Handlungssequenzen, das Schauspiel, einzelne Charaktere) so geniessen, und wahrscheinlich ebenfalls dadurch, dass man die Geschichte sozusagen nicht allzusehr ernst nimmt, kann man einen sehr ironischen Blick auf das Geschehen einnehmen.
Für mich war der Film wohl sogar eine innere Bereicherung.



02.02.2008

12:00 Uhr

Reiner schrieb:

Die Geschichte einer Dreiecksbeziehung und einem Verhältnis von junger Frau und altem Mann ist schon wesentlich interessanter erzählt worden. Leider hatte er keine Pause, in der man raus gehen konnte.



17.01.2008

12:00 Uhr

Karl schrieb:

Ein gnadenlos schlechter Film - wir hatten hohe Erwartungen und wurden ganz schön enttäuscht!



11.01.2008

12:00 Uhr

j schrieb:

was finden die leute an den französischen filmen,schlechte schauspieler,schlechtes drehbuch...nicht sehenswert



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