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Krabat

Neuverfilmung von Ottfried Preußlers Fantasy-Jugendbuch um einen Waisenknaben, der in den Bann schwarzer Magie gerät.

Neuverfilmung von Ottfried Preußlers Fantasy-Jugendbuch um einen Waisenknaben, der in den Bann schwarzer Magie gerät.

Krabat

© null 02:25 min

KRABAT
Deutschland

Regie: Marco Kreuzpaintner
Mit: David Kross, Daniel Brühl, Christian Redl, Robert Stadlober, Paula Kalenberg

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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23.11.2015
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Wozu brauchen wir Harry Potter, wenn wir in Krabat doch unseren eigenen Zauberlehrling haben? Die sorbische Sage, die von Otfried Preußler vor fast 40 Jahren zu einem der populärsten deutschen Jugendromane umgedichtet wurde, ist ebenso schaurigschön zu lesen und dabei erheblich hintergründiger als die Ergüsse der Frau Rowling. Für die Verfilmung (Buch und Regie: Marco Kreuzpaintner) gilt das freilich nicht.

Dem Prinzip Überwältigung, das Hollywood mit Massiveinsatz von Technik, Design, Stars und guten Ideen an die Stelle der Leser-Fantasie setzt, hat man in Deutschland wenig entgegenzusetzen. Das mag in diesem Fall zum Teil am (zu) kleinen Budget liegen, aber eben auch an der Mutlosigkeit eines Apparats, der sich selbst spektakuläre Stoffe nicht anders als nach den Regeln des Fernsehspiels (Koproduzent ist der Sender Pro Sieben) inszeniert vorstellen kann. Schon der Anfang nervt: Statt bildhaft zu erzählen, übernimmt eine betuliche Off-Stimme das Kommando und gibt es bis zum Ende nicht mehr ab.

Statt zügig zum Kern der Geschichte vorzudringen, wird jeder tiefgründelnde Kitsch breit ausgewalzt, so dass es eine geschlagene Stunde dauert, bis überhaupt eine Art Spannung aufkommt. Wo es eines genuin filmischen Konzepts bedurft hätte, werden die Romanpassagen mit vorwiegend blassen Darstellern in Krippenspiel-Manier nachgestellt; die düstere Atmosphäre einer von Angst beherrschten Zwangsgemeinschaft in der Pestzeit des Dreißigjährigen Kriegs wird mit billig anmutenden Kulissen und Kostümen allenfalls simuliert. Zur visuellen Magie eines Tim Burton oder Guillermo Del Toro („Pans Labyrinth“) tun sich Abgründe auf.

Trotzdem verständlich, dass Buchautor Preußler mit dem Resultat zufrieden ist: So demütig ist noch selten ein Film mit seiner Vorlage umgegangen.

Spielplan

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 21.07.2009, 12:00 Uhr

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11.11.2008

12:00 Uhr

ohlsen schrieb:

Demütig mit der Vorlage umgegangen?
die Handlung wurde vom sieben jährigen Krieg in den 30-jährigen versetzt und ziemlich gestrafft, Figuren, die im buch nur gestreift werden, zur vorlage gemacht. Na ja. Für einen deutschen Film iss er nicht schlecht - die Kampfszenen idiotisch aber die düsternis gut.



28.10.2008

12:00 Uhr

Daniel schrieb:

Habe das Buch gelesen und war begeistert! Sehe den Film gespalten.
- Für einen deutschen Film gut
gemacht!
- Wenn man das Buch kennt ist der Film
(zumindest für mich) eine GROßE
Enttäuschung.
Vieles was im Buch super spannend und interessant war ist im Film entweder garnicht oder sehr spärlich bzw. total verdreht gezeigt worden. So das viele kleinigkeiten im Film (wenn man das Buch nicht kennt) nicht verstanden worden sind.
Eine bessere Buchvorlage hätte der Film garnicht haben können. Doch leider wurde, wie weiter oben bereits gesagt, vieles garnicht oder stark abgeändert gefilmt.
Fazit: Kennt man das Buch nicht ist der Film gut gemacht. Andernfalls eine große Enttäuschung.



27.10.2008

12:00 Uhr

cinderella schrieb:

SCHEIßEEEEEEEEEEEEEEE



24.10.2008

12:00 Uhr

micha schrieb:

Jeder der diese wundervolle Geschichte gelesen hat wird ohne Zweifel von jedweder Verfilmung enttäuscht werden.
Daher bin ich im nachhinein dankbar für die überaus negative und unfassbar schlechte Kritik von Eichele. Nach dieser Lektüre hatte ich einen absoluten Mistfilm erwartet und wurde dann doch positiv überrascht. Der Film ist soweit ganz gut. Gerade die Punkte die Eichele kritisiert: Schlechte Kulissen und Kostüme, schlechte Technik; fand ich, zumindest für einen dt. Film, eher gelungen.
also einfach ein eigenes Bild machen



19.10.2008

12:00 Uhr

Janni schrieb:

Guter Film! Habe das Buch nicht gelesen und die Geschichte daher nicht gekannt, bin also ganz ohne Vorahnung und Erwartung ins Kino gegangen.
Mein Fazit: gut gemacht, gottseidank auf Effekthascherei a la Hollywood verzichtet, mehr Tiefgang als Harry-Potter hat der Film allemal!
Zu den vermeintlich blassen Schauspielern (aus der Kritik): Brühl spielt hervorragend, genauso der "alte Meister" und der Rest der Zauberbande. Also da hab ich schon etlich flachere Leistungen gesehen a la "Der Schuh des Manitu".
Außerdem, wer den "Krabat" schon in Detlev Bucks Film "Knallhart" gesehen hat weiß, dass da keine Vollpfosten mitspielen...
Note: 2



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